Politischer Aschermittwoch in Recke
Laschet und Laumann demonstrieren Schulterschluss

Recke -

Voller Respekt war Armin Laschet nach Recke gekommen. Nicht etwa wegen des Bermuda-Faktors: Die Redner der drei Vorjahre – David McAllister, Norbert Röttgen und Jürgen Rüttgers – sind alle nicht mehr in ihren Ämtern. Der CDU-Landesvorsitzende war sich vor allem bewusst, dass er bei der nach Passau zweitgrößten Unions-Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch auftrat.

Donnerstag, 14.02.2013, 07:02 Uhr

Eine grandiose Bühne im mit rund 2000 Zuhörern restlos besetzten Festzelt – ideal für einen demonstrativen Schulterschluss mit CDU-Fraktionschef Karl-Josef Laumann . Keine einfache Mission, denn auf dem Podium saßen sie getrennt. Doch statt Gerede über Reibereien bestimmten verbale Abreibungen für den politischen Gegner den Abend.

Ein Aachener im Münsterland Laschet überbrückte die gefühlte Distanz im Humorsprint – mit Zitaten aus dem Westfalenlied. Etwa über die darin geschilderte Zurückhaltung der Menschen, die er schätze und teile, weil auch er Laumann nicht mit Bruderküssen näher kommen wolle. Indes: „Es gibt keinen anderen Menschen, mit dem ich mir die Doppelspitze vorstellen könnte.“ Die CDU brauche mehr Menschen seines Formats. Laschets Botschaft: „Frau Kraft, zieh dich warm an.“ Zwischen ihn und Laumann passe kein Blatt: „Das ist wie morgens Aronal und abends Elmex. Das ist wie Bier mit Korn.“ Damit war das Zwist-Thema aus Laschets Sicht abgeräumt, aus Laumanns ebenso – zum Gefallen des Recker Publikums.

Politischer Aschermittwoch der CDU in Recke

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  • Foto: Uwe Renners
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Das honorierte die Attacken gegen die rot-grüne Landesregierung. Es sei ein „Kabinett von Unbekannten“, spottete der CDU-Chef. Er halte es lieber mit dem Motto: „Lieber zehn Flaschen Kabinett im Keller als zehn Flaschen im Kabinett.“ Laschet und seine Zuhörer erreichten Betriebstemperatur.

„Es ist ja schön, wenn man Nordrhein-Westfalen im Herzen hat“, griff er den Wahlkampfslogan von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft auf. „Aber manchmal wäre es auch gut, wenn man Ideen für NRW im Kopf hätte.“ Ein starker Staat müsse seine Bürger schützen und stützen, aber nicht zum „Veggie-Day“ verdonnern, traf Laschet den Ton.

In den stimmte Laumann ein. Den Grünen warf er deshalb „Öko-Tyrannei“ vor. „Sie sind dabei, in vielen Bereichen eine ewige Fastenzeit zu verordnen.“ Kraft sei ein „Zukunftsrisiko für die junge Generation“, weil sie statt auf sparsamen Staat auf höhere Steuern setze. „Frau Kraft ist zu teuer für einen Arbeitnehmer, das können wir uns nicht erlauben.“ Dafür feierten die Recker ihren Laumann. Es war sein Heimspiel und Laschets Gastspiel – im Doppel.

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