Lettmann im Dom beigesetzt
Mehrere Tausend Gläubige nahmen an Requiem und Beerdigung teil

Münster -

Mit einem feierlichen Pontifikal-Requiem hat das Bistum Münster am Freitagnachmittag Abschied von Reinhard Lettmann genommen. Mehrere Tausend Gläubige im Dom sowie in den Kirchen Liebfrauen-Überwasser und St. Lamberti zeigten sich tief bewegt, als der Sarg mit dem verstorbenen Altbischof um 16.15 Uhr in der Bischofsgrablege im Westchor des Paulus-Domes beigesetzt wurde. 37 Bischöfe nahmen an den Trauerfeierlichkeiten teil.

Samstag, 27.04.2013, 06:04 Uhr

Beerdigung Lettmann
Der Sarg des Altbischofs Reinhard Lettmann wurde im St. Paulus-Dom beigesetzt. Foto: Jürgen Peperhowe

Kurz nach 16 Uhr intonierten die Chöre des Doms Johann Georg Albinus Rosenmüllers wunderschöne Zeilen: „Welt ade! Ich bin dein müde, ich will nach dem Himmel zu.“ Dann setzte sich die liturgische Prozession mit dem Sarg des verstorbenen Altbischofs zum Westchor des Domes in Bewegung. Um 16.15 Uhr wurde Reinhard Lettmann , der das Bistum Münster von 1980 bis 2008 geleitet und ins dritte Jahrtausend geführt hatte, in der Grablege im Westchor beigesetzt.

Bewegender Abschied von Reinhard Lettmann

„Christus, der von den Toten auferstanden ist, wird auch unseren Bruder, Bischof Reinhard, zum Leben erwecken“, so betete Bischof Felix Genn , bevor die Domgemeinde stimmgewaltig die bekannte zweite Strophe des österlichen Lieds anstimmte: „Gib, dass wir stets Deine Wege gehen, glorreich wie du aus dem Grab erstehen.“

Altbischof Reinhard Lettmann wird im Dom beigesetzt

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In seiner Predigt war Bischof Felix Genn noch einmal auf das reiche Wirken Reinhard Lettmanns für das Bistum Münster und die Todesumstände auf seiner letzten Pilgerreise in Bethlehem eingegangen: „Mich hat es besonders berührt, dass Bischof Reinhard deutlich und vernehmbar wenige Augenblicke vor seinem Tod den Tischsegen gesprochen hat: ,Zum Gastmahl des Ewigen Lebens führe uns Christus, der König der Herrlichkeit’.“ Viele Gläubige hätten in den vergangenen Tagen Trost gefunden in dem Bewusstsein, dass Lettmann in Bethlehem gestorben sei, im Heiligen Land also, das er so sehr geliebt habe.

Er liebte es, kurz und prägnant seine Sätze zu formulieren, mit bisweilen wortgewaltiger Stimme. Aber sie war gerade dann immer stark, wenn sie zu zerbrechen drohte, weil es ihn zutiefst innerlich berührte.

Bischof Felix Genn

Grußbotschaft des Papstes

Nicht nur im Dom und in den angrenzenden Kirchen von Liebfrauen-Überwasser und St. Lamberti wurde des verstorbenen Bischofs gedacht, sondern auch in Rom. Dompropst Josef Alfers verlas zu Beginn des Requiems eine Botschaft des Kardinalstaatssekretärs Tarcisio Bertone: „Der Heilige Vater verbindet sich mit Ihnen und den Weihbischöfen sowie mit der ganzen Diözese im Gebet für den Verstorbenen.“

Der Weg war ein tiefes Merkmal seines Lebens. Als Hirte war er stets unterwegs zu den Menschen.

Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone

37 Bischöfe aus Deutschland und dem Ausland nahmen am Requiem im Dom teil und dokumentierten den großen Wirkungskreis des früheren Bischofs von Münster. Neben dem Kölner Kardinal Joachim Meisner als zuständigem Metropoliten vertrat der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle als stellvertretender Vorsitzender die Deutsche Bischofskonferenz. Alle münsterischen Weihbischöfe waren am Altar versammelt.

Aus der Verbindung zu Christus zu leben, das wurde schließlich zum Kern seines bischöflichen Wirkens.

Bischof Felix Genn

„Bischof Reinhard ist Hirte der Kirche gewesen in einer sehr unruhigen und bewegten Zeit. Aber was ihn auszeichnete, war ein völlig selbstverständlicher, ja fast ungebrochener Glaube und eine Liebe zur Kirche, die sich durch keine Krise erschüttern ließ“, sagte Bischof Felix Genn.

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