Bis zu 500 Stellen bedroht
Provinzial Rheinland: Fusion mit Westfalen ist sinnvoll

Düsseldorf/Münster -

Mit der angepeilten Fusion der Provinzial-Versicherungen Nordwest (Münster) und Rheinland (Düsseldorf) steht bis zu jeder zehnte Arbeitsplatz in den Hauptverwaltungen auf der Kippe. Die Vorstände der beiden Konzerne gehen in ihrem Konzept davon aus, dass schätzungsweise 350 bis 500 Arbeitsplätze eingespart werden könnten, sagte der Chef der Provinzial Rheinland, Walter Tesarczyk, am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf.

Freitag, 17.05.2013, 08:05 Uhr

In der Zentrale der Provinzial Nordwest in Münster werden die Fusionsbedingungen mit der rheinischen Schwester ausgelotet.
In der Zentrale der Provinzial Nordwest in Münster werden die Fusionsbedingungen mit der rheinischen Schwester ausgelotet. Foto: Jürgen Peperhowe

Ein Stellenabbau dieser Größenordnung wäre ohne betriebsbedingte Kündigungen möglich, indem freiwerdende Stellen nicht wiederbesetzt werden, hieß es. Die Konzerne haben rund 5000 Mitarbeiter im Innendienst in den Hauptverwaltungen .

Damit stützen die Provinzial-Versicherungen sich offenbar auf ein Gutachten der Unternehmensberatung Oliver Wyman , das schon im April bekannt wurde und einen Abbau von bis zu 510 Arbeitsplätzen vorsieht.

„Wir haben gesagt, es macht betriebswirtschaftlich Sinn“, fasste Tesarczyk das im März erstellte Konzept der Vorstände zusammen. Es sei nun die Entscheidung der insgesamt sieben Eigentümer der beiden Versicherungskonzerne, ob es zu einer Fusion komme. Die öffentlich-rechtlichen Versicherer seien gut aufgestellt. Andererseits versuchten alle Unternehmen der Branche, vor dem Hintergrund extrem niedriger Zinsen und deren Auswirkungen auf die Ertragsmöglichkeiten Kosten zu senken.

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