Feuerwehr, Malteser und DRK´ler im Einsatz
Erste Helfer eingetroffen: Hunderte Münsterländer fahren ins Flutgebiet

Das Münsterland hilft jetzt auch bei der Bekämpfung der Flut. In der Nacht zu Samstag haben sich Feuerwehrleute, Malteser und Rotkreuzler auf den Weg gemacht, um in den Katastrophengebieten bei der Bekämpfung der Flut zu helfen und die Evakuierten zu betreuen. Rund 85 Malteser und DRK´ler aus dem Kreis Steinfurt trafen sich allein in Saerbeck und fuhren, begleitet von einer Logistikeinheit mit drei mobilen Küchen, über die A 30 Richtung Osten.

Samstag, 08.06.2013, 11:06 Uhr

In Bad Oeynhausen stießen weitere Hilfskräfte aus dem Kreis Warendorf dazu. "Ab Oeynhausen heißt die Kompanie Münster", schäfte Wolfgang Janßen , Rot-Kreuz Beauftragter im Kreis Steinfurt, bei der Abfahrt seinen Leuten ein. Die Helfer werden in den Katastrophengebieten bei Magdeburg so genannte Betreuungsplätze 500 für Evakuierte einrichten. Sie haben alles Material dabei, um an diesen Betreuungsplätzen bis zu 500 Menschen mehrere Tage lang versorgen zu können.

Gegen 23 Uhr am Freitagabend sei die Bitte um Unterstützung aus Magdeburg bei der Bezirksregierung Münster eingetroffen, sagte Werner Henrichsmann , Stellvertretender Kreisbrandmeister im Kreis Steinfurt, der die Abfahrt in Saerbeck koordinierte. Binnen dreier Stunden hatten sich die Helfer gesammelt, während ein Logistikzug bereits einen Supermarkt ansteuerte, um Lebensmittel zu laden. Parallel dazu sammelten sich Feuerwehrleute in Lengerich, um in die Hochwassergebiete zu fahren und dort erschöpfte Kollegen abzulösen.


Die THW-Helfer aus Gronau kurz vor der Abfahrt ins Hochwassergebiet. Rechts hinten Bürgermeisterin Sonja Jürgens und THW-Ortsbeauftragter Lutz Schabbing.

Die THW-Helfer aus Gronau kurz vor der Abfahrt ins Hochwassergebiet. Rechts hinten Bürgermeisterin Sonja Jürgens und THW-Ortsbeauftragter Lutz Schabbing.

THW-Team aus Gronau

Für acht THW-Helfer aus Gronau ist das Wochenende am Samstag um 16 Uhr zu Ende. Sie werden in den Einsatz beordert. Ziel: Magdeburg. Dort sollen sie an der Elbe einen Sandsack-Füllplatz betreiben – im Dreischicht-System.


Auch die Feuerwehr ist im Einsatz

In der Nacht von Freitag auf Samstag  wurde die Leitstelle der Feuerwehr Münster gegen 23.00 Uhr im Rahmen der vorgeplanten überörtliche Hilfeleistung vom Krisenstab der Bezirksregierung Münster aufgefordert, eine Abteilungsführung sowie zwei Bereitschaften aus den Kreisen Warendorf und Steinfurt sowie der Stadt Münster in das Hochwassergebiet der Stadt Magdeburg zu entsenden.

Wie die Feuerwehr in einer Pressemitteilung erklärt, seien daraufhin durch die Leitstellen Warendorf, Steinfurt und Münster insgesamt etwa 230 Einsatzkräfte alarmiert worden, die am Samstag gegen 04.30 Uhr in Richtung Magdeburg aufbrachen. Für welche Arbeiten die Einsatzkräfte eingesetzt werden, entscheidet die Einsatzleitung der Stadt Magdeburg vor Ort. Geplant ist eine Einsatzdauer bis zum 14.06.13.

Aus dem Kreis Warendorf wurde 71 Einsatzkräfte mit 14 Feuerwehrfahrzeugen, aus dem Kreis Steinfurt 124 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen und aus der Stadt Münster 40 Einsatzkräfte mit  9 Fahrzeugen entsandt. Zusätzlich wurde eine Logistikkomponente aus Münster geschickt, die die Versorgung der Einsatzkräfte im Schadensgebiet sicherstellt.


Die Johanniter aus Münster sind in Magdeburg eingetroffen.

Die Johanniter aus Münster sind in Magdeburg eingetroffen.

Johanniter

In der Nacht von Freitag auf Samstag wurden Helfer der Johanniter-Unfall-Hilfe alarmiert, um in den östlichen Bundesländern die Helfer im Kampf gegen das Hochwasser zu unterstützen. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, seien die Sanitäter gegen 2.30 Uhr alarmiert worden, um mit einem Rettungswagen die Einsatzkräfte zu verstärken. Um 4.45 Uhr hatten sich alle Fahrzeuge im Hof der Wache 1 eingefunden, um im Konvoi in Richtung Osten zu verlegen. Am frühen Samstagabend sind sie in Magdeburg angekommen.

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