Mickie Krause
Von "Wetten, dass...?" nach Wettringen

Für Mickie Krause war der Samstag wohl einer der spannendsten Tage seiner Karriere.  Um 20.50 Uhr stand er im Scheinwerferlicht bei „Wetten, dass...“ auf Mallorca. Mit Jürgen Drews und Tim Toupet brachte Krause die Leute in der Stierkampfarena in Palma de Mallorca in Feierstimmung. Danach ging es mit dem Flieger zurück nach Münster. Um 0.45 Uhr enterte er dann die Bühne in Wettringen. 

Sonntag, 09.06.2013, 12:06 Uhr

Wettringen - Mickie Krause schaut von der Bühne ins Publikum. Ein Wahnsinnsanblick. Dort stehen sie alle: seine Familie, Freunde, die Sportler vom Lauftreff, die Jungs aus der Männerschützengilde. Sie klatschen, singen, feiern. Insgesamt 2000 Leute jubeln „ihrem Mickie“ zu, als er am späten Samstagabend um 0.45 Uhr die Bühne in seiner Heimat Wettringen betritt und „Reiß die Hütte ab“ anstimmt.

Zu diesem Zeitpunkt liegt hinter Mickie Krause die wohl aufregendste Odyssee seiner Karriere, denn um 20.50 Uhr stand er noch im Scheinwerferlicht bei „Wetten, dass...“ auf Mallorca. Mit Jürgen Drews und Tim Toupet brachte Krause die Leute in der Stierkampfarena in Palma de Mallorca in Feierstimmung. Natürlich mit seinem Erfolgshit „Schatzi, schenk mir ein Foto“, der ihm erst die Tür zur ZDF-Show geöffnet haben dürfte.

Als „Wetten, dass...?“ im Mai bei Krause anklopfte und nach dem 8. Juni fragte, sorgte das bei ihm nicht direkt für Freudensprünge. Denn sein Konzert mit Live-Band, was am gleichen Tag ausgerechnet in seiner Heimat stattfinden sollte, geriet plötzlich ins Wanken. Mickie Krause sagte der ZDF-Show im ersten Moment sogar ab. Erst nach einigen Gesprächen war ein Kompromiss gefunden: früher Auftritt auf Mallorca, dann zum Flughafen und heim nach Deutschland, vom FMO mit dem Wagen nach Wettringen.

Letztlich verlief alles nach Plan, und die Notfallpläne mit anderen Fliegern und schnellen Autos blieben in der Schublade. In den Minuten, bevor Air-Berlin um 21.40 Uhr mit dem Stimmungssänger abhob, stieg auch bei Steffen Thebelt der Puls. Als Kopf des Organisationsteams für das Konzert in Wettringen stand er mächtig unter Strom – was sich erst legte, als Krause per Handy übermittelte: „Achtung, Achtung, liebe Wettringer, ich steh‘ am Flieger und bin auf dem Weg zu euch.“ Jubel im weiten Rund. Dabei verhinderte eine 65-jährige Frau fast den Abflug. Ihr ist schlecht. „Als ihr die Stewardess erklärte, was das kostet, ging es ihr wieder gut“, erzählte Krause später.

Und während „Alphaville“ den Auftakt zum Doppelkonzert in Wettringen machte, flog Krause durch die europäische Nacht. SMS um 23.56 Uhr: „Gelandet und in fünf Minuten im Auto.“ Mitten in den Umbauarbeiten gelang es nochmal, Krause auf die Boxen zu schalten: „Hallo Wettringen, hier ist Mickie Krause, könnte Ihr mich hören?“ Gejohle, Applaus. „Ich bin gleich da, stellt mir ein Bier kalt. Ich hab Cindy aus Marzahn dabei.“ Gelächter.

Der Auftritt vor der Haustür dauert rund 90 Minuten. Ein echtes Heimspiel. Alle gehen ab, singen mit, lachen über Krauses Späße. Der sagt: „Wettringen und Wetten, dass...? an einem Abend – das erlebt man auch nicht zwei Mal im Jahr.“

Ein Video vom Doppel-Live-Konzert in Wettringen finden Sie auf herein.tv.

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