Gespräche mit niederländischer Airline laufen
FMO-Strecke nach Stuttgart?

Greven -

Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) wird möglicherweise schon in naher Zukunft wieder über ei­ne Verbindung nach Stuttgart verfügen. Wie der Flughafen in Greven am Montag bestätigte, laufen derzeit Gespräche mit ei­ner niederländischen Airli­ne. „Die Zeichen sind sehr gut“, sagte FMO-Sprecher Heinemann.

Dienstag, 10.09.2013, 11:09 Uhr

Stuttgart wäre für den FMO kein neues Flugziel. Bis 2012 war die Cirrus-Airline von Greven in die baden-württembergische Metropole geflogen. Dann musste die Airline Insolvenz anmelden, die vor allem von der Geschäftswelt geschätzte Verbindung brach ab.

Angeblich handelt es sich bei dem jetzigen Anbieter um die„AIS-Airline“ aus Lelystadt. Das Unternehmen besitzt drei 19-sitzige Turboprop-Maschinen.AIS-Airline will offenbar schon ab Oktober in Greven abheben. Im Gespräch sind werktägig jeweils morgens und abends zwei Flüge. In der Vergangenheit war die Stuttgart-Verbindung in beiden Richtungen gut angenommen worden. Vor allem die regionale Automobil-Zulieferer-Industrie hatte davon profitiert.

Verhandlungen über Flüge nach Berlin

Ursprünglich hatten der FMO und AIS auch über die Wiederaufnahme der Strecke Greven - Berlin verhandelt. Dem Vernehmen nach ist die Verbindung für die Airline jedoch wirtschaftlich nicht attraktiv; die Konkurrenz der Bahn ist zu groß.

Unterdessen wird immer deutlicher, dass der Flughafen schneller als gedacht frisches Geld benötigt. Nach Verlusten von fünf Millionen Euro im vergangenen Jahr wird sich das Minus 2013 auf zehn Millionen belaufen. Das ist seit Jahresbeginn bekannt. Hinzu kommen Altschulden von fast 100 Millionen Euro.

Ende vergangenen Jahres hatten die 15 FMO-Gesellschafter darum eine Kapitalerhöhung von 26,6 Millionen Euro beschlossen. Der Flughafen hatte 40 Millionen Eu­ro gefordert. Ausgezahlt werden sollte die Summe ursprünglich ab 2013 in fünf Tranchen à 5,3 Millionen Eu­ro. Der Zeitraum wird nun auf drei Jahre verkürzt – damit steigen die Einzelbeträge 2014 und 2015 auf knapp elf Millionen Euro.

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