Staatsanwaltschaft bestätigt
Tödliche Tiger-Attacke war Folge menschlichen Versagens

Münster -

Die tödliche Tigerattacke im Allwetterzoo in Münster ist die tragische Folge eines menschlichen Versagens: Zu diesem Ergebnis kommt nach bisherigen Ermittlungen auch die Staatsanwaltschaft in Münster. Der 56 Jahre alte Tierpflege habe am Donnerstag schlichtweg vergessen, mit einem Knopfdruck das Gitter zwischen dem Innen- und Außengehege zu schließen.

Freitag, 20.09.2013, 12:09 Uhr

Als er sich in das Außengehege begab, wurde er von dem zehnjährigen Tigerkater Rasputin angegriffen und durch einen Biss ins Genick getötet.

Tüv prüft Anlage am Freitagnachmittag

„Wir haben noch am Abend eine Funktionsprüfung des Sperrgitters durchgeführt, es funktionierte einwandfrei“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft , Oberstaatsanwalt Heribert Beck auf Nachfrage. „Folglich gehen wir von einem tragischen Unfall durch Selbstverschulden aus.“ Am Freitagnachmittag wird der Tüv die Anlage nochmals überprüfen.

Der Unfall hatte sich während der Fütterungszeit ereignet. Der Tierpfleger hatte Rasputin dazu in das Innengehege gelockt. Sobald sich die Raubkatzen dort befinden, wird normalerweise das Trenngitter zum Außengehege per Knopfdruck heruntergelassen. Genau dies hat der später getötete Pfleger, der das Außengehege säubern wollte, vergessen. Der Tiger habe durch die offen stehende Schleuse zurück ins Außengehege gelangen können. 

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