Tausende Tonnen Tierkadaver
2584 tote Schweine durch defekte Klimaanlagen

Münsterland -

Auch in den Kreisen Steinfurt und Warendorf sind in diesem Jahr Tiere in Mastanlagen wegen nicht funktionierender Klimaanlagen verendet. Insgesamt sind im Münsterland schon 2584 Schweine aus diesem Grund verendet. Die Kosten für die Entsorgung der Tierkadaver bleiben größtenteils an den Kreisen hängen. Allein der Kreis Steinfurt muss jedes Jahr eine Million Euro dafür aufbringen.

Freitag, 13.09.2013, 09:09 Uhr

Steinfurts Kreis-Veterinär Dr. Christoph Brundiers nannte vor dem Kreis-Umweltausschuss auf Anfrage der Grünen 43 Schweine, 240 Ferkel und bis zu 1500 Hähnchen, die bei acht Hitze-Störfällen ums Leben kamen. Und im Kreis Warendorf verendeten wegen dreier ausgefallener Lüftungsanlagen 360 Schweine.

Kosten für Kadaver-Entsorgung bleiben an Kreis hängen

Solche Unfälle seien nie ganz auszuschließen, meinte Brundiers. Die Zahl der Tierverluste in diesem Jahr sei im Sommer deutlich geringer als im Winter gewesen. Das zeige, dass die Klimatechnik in den Ställen durchaus tauge, weil das Verhältnis sonst umgekehrt wäre. Die Beseitigung von 8000 Tonnen Tierkadavern koste den Kreis jährlich 1,2 Millionen Euro. Davon zahlt die Landwirtschaft 200 000 Euro.

Ähnliche Fälle gab es auch in den Kreisen Coesfeld und Borken. Im Juli waren in Letzterem 944 Schweine erstickt, als eine Lüftungsanlage ausfiel. In ei­nem Schweinestall in Billerbeck verendeten bereits im Juni 1000 Tiere. Auch dort soll die Ursache ein technischer Defekt gewesen sein. Damit summiert sich die offizielle Zahl der toten Schweine auf 2584. Zusätzlich verendeten im Kreis Coesfeld wegen defekter Klimaanlagen in Geflügelställen 7500 Tiere.

 

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