Kommunikationswissenschatler starten große Regionalumfrage
Wie beurteilen Sie das Münsterland?

Viel schöne Landschaft mit attraktiven Städten darin, historische Anwesen drum herum und ein schickes Oberzentrum in der Mitte. Zudem ein moderner Wirtschafts- und Wissenschaftsraum: Das Münsterland kann sich fürwahr sehen lassen, aber: Wie wird es eigentlich gesehen?

Freitag, 27.12.2013, 14:45 Uhr

Münster Antworten auf diese Frage erhofft sich Prof. Ulrike Röttger vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni in Münster. Gemeinsam mit Studierenden eines Masterstudiengangs hat die Geschäftsführende Institutsdirektorin darum einen Online-Fragebogen entwickelt, auf den ab heute zugegriffen werden kann. Das Projekt wird unterstützt von der Management-Agentur „ Münsterland e.V.“ und unserer Zei­tung.

Zur Umfrage

Was für viele Umfragen gilt, trifft auch in diesem Fall zu: Auf der einen Seite gibt es eine Binnensicht, die Pers­pektive jener, die im Münsterland leben und ar­beiten. Parallel dazu existiert der Blick auf die Region, die Wahrnehmung also von Externen. Entsprechen muss sich beides nicht.

Infos zur Umfrage

Es ist ein bunter Strauß Fragen, den sich die Kommunikationswissenschaftler zum Thema Münsterland haben einfallen lassen. Sie zu beantworten dauert keine Viertelstunde. Und Sie, liebe Leserin, lieber Leser, sind nur noch einen Mausklick von der Umfrage entfernt. Die Westfälischen Nachrichten sind Projektpartner der Aktion, darum finden Sie den Fragebogen auch auf unserer Homepage. Für die Teilnahme gibt es nur eine Bedingung: Sie müssen bestätigen, dass Sie im Münsterland leben.Salopp gesagt sind die Fragen in die Bereiche Wunsch und Wirklichkeit eingeteilt. Heißt: In einem ersten Block wollen die Experten wissen, was für Sie zu einer „idealen Regi­on“ gehört. Da geht es um harte Fakten wie beispielsweise die Bewertung der Kinderbetreuung, In­fra­struktur und Ar­beits­marktsituation oder um die Frage, wie wichtig es Ihnen ist, in einer innovativen Region zu leben. Erfragt wird zudem auch die Bedeutung sogenannter weicher Standortfaktoren wie Erholung, Freizeit, Natur oder „der Ruf der Region“. In einem zweiten Abschnitt werden die Aussagen an der Wirklichkeit überprüft. Der letzte Bereich ist mit „Nutzerverhalten“ überschrieben. Hier wollen die Nachwuchswissenschafter wissen, ob und wenn ja wie oft Sie Kultur- und Bildungsangebote nutzen, Sehenswürdigkeiten besuchen oder wie Sie Ihre Freizeit im Münsterland verbringen. Der Fragebogen ist bis zum 15. November hier online.

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Dem trägt das Institut natürlich Rechnung. Um einen möglichst umfassenden Einblick nehmen zu können, haben die Forscher einen Fragebogen entwickelt, den nur derjenige online bis zu Ende ausfüllen kann, der ei­nen der vier Münsterlandkreise oder die Stadt Münster als Wohnort angibt. „Wir laden alle Bürger ein, sich an der Umfrage zu beteiligen“, sagt Röttger.

Um zudem in Erfah­rung zu bringen, was Auswärtige von der Region halten, hat die Gruppe zusätzlich eine repräsentative Telefonumfrage in Auftrag gegeben. „Auf diese Weise erhoffen wir uns ein komplexes Bi ld über das Image des Münsterlandes“, sagt Röttgen.

In Zeiten, in denen sich auch Regionen in einem immer rauer werdenden Wettbewerb um lukrative Aufträge, qualifizierte Mitarbeiter und zahlungskräftige Touristen befinden, sind solche Ergebnisse Gold wert. Weil sie den regionalen Akteuren, sei­en es Kommunen, Verbände, Wirtschaftsförderer oder Marketingorganisationen, dreierlei zeigt: Wo ihre Region in der Wahrnehmung steht, wo im Zweifel der Schuh drückt – und was zu tun ist.

„Solche Daten sind für das Münsterland noch nie erhoben worden“, betonte Klaus Ehling , Vorstandsvorsitzende von Münsterland e. V. Dementsprechend wichtig sei die Umfrage, „weil sie es uns ermöglicht, künftig noch stärker auf Basis empirischer Da­ten zu arbeiten“.

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