Versicherung muss 45 Millionen Euro sparen
LWL lehnt Provinzial-Fusion endgültig ab

Münster - Die Fusion der Provinzial Nordwest mit der Provinzial Rheinland ist endgültig vom Tisch. Die Mehrheit der Abgeordneten im Landschaftsausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) erteilte dem Zusammenschluss der beiden Schwesterversicherungen am Freitag wie erwartet eine Abfuhr.

Freitag, 20.12.2013, 12:12 Uhr

Der LWL ist zusammen mit den Sparkassenverbänden Westfalen-Lippe größter Anteilseigner und hatte sich bereits Anfang Oktober gegen die Vollfusion der Provinzialversicherungen gesperrt. Hauptgrund: Während der Landschaftsverband Rheinland als Anteilseigner der rheinischen Versicherung für die gemeinsame  Provinzial-Holding die Rechtsform einer Anstalt des öffentlichen Rechts anstrebt, hält der LWL an einer Aktiengesellschaft fest. Im Kern geht es dabei um unterschiedliche Auffassungen in Haftungsfragen.
Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung lehnte die Ampelkoalition aus SPD , Grünen und Linken gemeinsam mit der CDU die Fusion ab. Nur die Linken stimmten gegen diesen Beschluss. In dem erteilten die LWL-Parlamentarier auch einer Fusion der Provinzial Nordwest mit privaten Anbietern eine Abfuhr.

Ebenfalls nicht mehr angestrebt wird eine intensivere Kooperation der beiden Schwesterversicherungen unterhalb der Ebene einer Vollfusion. Beide Versicherungen arbeiteten bereits auf den Feldern Marketing und IT eng zusammen. Dort seien keine weiteren Synergien zu erwarten, hieß es.
Dennoch will der LWL beim eigenen Versicherungskonzern sparen. Nach Angaben der Provinzialspitze hätte ein Vollfusion zu Einsparungen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro führen können. Doch auch innerhalb einer sogenannten "Stand-Alone-Lösung", also dem Festhalten an der vollständigen Eigenständigkeit, könnten demnach 45 Millionen Euro gespart werden.

Dieses Ziel hat die LWL-Politik der Provinzialspitze am Freitag als Hausaufgaben mitgegeben. Der Verband erwartet, dass die Versicherung diese Summe innerhalb der kommenden vier Jahre einspart.

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