Nächtlicher Polizei-Einsatz in Dülmen
Schwere Anschuldigungen: Rechte Parolen und Hitlergruß von Kneipengästen

Dülmen - Eine Gruppe von etwa 40 Personen soll in der Nacht von Samstag auf Sonntag rechtsradikale Parolen in Dülmen gegrölt haben.

Montag, 30.12.2013, 06:12 Uhr

Gegen 0.50 Uhr wurde der Polizei eine größere Gruppe von Personen gemeldet, die sich in Dülmen vor einer Gaststätte aufhalten sollten. Aus der Gruppe heraus soll "Sieg heil" gerufen worden sein, zudem sollen einige die Arme gestenartig zum sogenannten "Hitlergruß" erhoben haben.

Als die Polizeibeamten vor Ort eintrafen, war der Bereich vor der Kneipe menschenleer. In der Gaststätte jedoch befanden sich laut Mitteilung der Polizei etwa 40 bis 50 Personen, die möglicherweise zu der Gruppe, von der die Parolen ausgingen, gehörten. Die Feierlichkeit in der Kneipe wurde von Polizeikräften beendet, die anwesenden Gäste wurden nach der Feststellung ihrer Personalien aufgefordert, die Gaststätte und den Bereich der Dülmener Innenstadt zu verlassen. Bis 5 Uhr waren die Polizisten des Kreises Coesfeld mit Unterstützung von Kräften aus Münster und Recklinghausen vor Ort, um sicherzustellen, dass ihren Anweisungen Folge geleistet wurde. 

Zwei Personen kamen dem Platzverweis nicht nach, sie wurden zur Polizeiwache Dülmen mitgenommen. Es wurden anschließend zwei Strafanzeigen gefertigt: In einem Falle wegen Beleidigung, in anderen Falle wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Ein weiteres Strafverfahren gegen unbekannt wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet. Die Ermittlungen der Polizei hierzu dauern noch an.

Gastwirte und Anwohner wollen nun einen runden Tisch mit der Stadtverwaltung ins Leben rufen, um grundsätzlich dem Partytreiben unter freiem Himmel in Dülmen ein Ende zu bereiten.

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