Aufnahmestopp beim Dienst für Freiwillige
Keine Verträge für neue „Bufdis“

Münster -

Einstellungsstopp beim Bundesfreiwilligendienst: Eine entsprechende Mitteilung des Bundesamtes für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben macht bei den karitativen Verbänden die Runde. Demnach wird das Bundesamt vom 1. Januar bis 31. August dieses Jahres keine neuen Vereinbarungen zum Bundesfreiwilligendienst mehr abschließen. Konkret bedeutet dies, das bestehende Verträge der „Bufdis“, die in dieser Zeit auslaufen, nicht verlängert und auch keine neuen „Bufdis“ eingestellt werden können.

Samstag, 25.01.2014, 14:01 Uhr

„Die haben sich verrechnet und rudern jetzt zurück“, erklärt der Landesbeauftragte für Katastrophenschutz beim DRK Westfalen-Lippe, Christoph Brodesser . Die Empörung sei groß. Jetzt werde geprüft, wie man gegen das Verhalten des Bundesamtes vorgehen könne. „Dort hat man wohl die Übersicht verloren“, vermutet er. „Wir können nur hoffen, dass das nicht greift.“

Im Bundesfreiwilligendienst engagieren sich Frauen und Männer für das Allgemeinwohl. Die „Bufdis“ gehen zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen mit alten Menschen spazieren, der Freiwilligendienst wurde als Ersatz für den Zivildienst ins Leben gerufen. 48 883 Freiwillige gab es bundesweit im Dezember 2013.

Jürgen Thor von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe bezeichnet die Entwicklung als „hochproblematisch“. Man sei aufgefordert, zehn Prozent der Stellen einzusparen. Dies sei völlig überraschend gekommen, weil die Kontingente 2013 noch angehoben worden seien.

„Im Bundeshaushalt stehen 160 Millionen Euro. Mehr kann man nicht ausgeben“, erklärt Antje Mäder, Sprecherin des Bundesamtes. Man habe sich nicht verrechnet. „Bei den Teilzeitstellen und Abbrechern ist man von Größen ausgegangen, die sich anders entwickelt haben.“ Nun halte man Plätze zurück, damit Schulabgänger unter 25 Jahren im Herbst eine Chance hätten.

 

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