Akademische Außenstelle
Studieren im Kreis Warendorf: FH Münster zieht ins Beckumer Berufskolleg

Beckum -

Es riecht noch nach frischer Farbe, die Bänke und Klapptische in den Hörsälen glänzen und Professorin Ute von Lojewski, Präsidentin der Fachhochschule Münster, will den bequemen Stuhl in einem der neuen Vorlesungsräume im Berufskolleg Beckum am liebsten nicht mehr verlassen. „Ich möchte gar nicht aufstehen, der Stuhl ist so toll“, sagte sie während der Besichtigung.

Samstag, 01.02.2014, 13:02 Uhr

Unter dem Titel „Aus Klassenzimmern werden Hörsäle“ stellte die Präsidentin gemeinsam mit dem Landrat des Kreises Warendorf Dr. Olaf Gericke am Freitag die vier neuen Räume vor, in denen künftig nicht nur die Schüler des Berufskollegs sitzen werden, sondern auch die Studierenden des dualen Bachelorstudiengangs Maschinenbau der FH Münster . 112 Studenten sind im laufenden Semester dafür eingeschrieben. „Das ist ein toller Erfolg“, sagte von Lojewski. Mit der Ausweitung auf den Studienort Beckum sei der regionale Schwerpunkt der FH noch einen Schritt weitergeführt worden.

Seit dem Wintersemester 2009/2010 bietet die FH den Studiengang Maschinenbau in Kooperation mit der Region Ahlen, Beckum, Oelde an. Bereits im Juli 2009 hatte man sich verpflichtet in der Region mindestens 110 duale Studienplätze neu zu schaffen. Neben der Ausbildung in den Betrieben der Region sind die Studenten an einem Tag der Woche am Steinfurter Campus der FH, der zweite Studientag findet am Berufskolleg in Beckum statt. Dabei kommt der größte Teil der Studierendenschaft aus dem Kreis Warendorf.

Rund 420 000 Euro haben sich die Hochschule und der Kreis den Ausbau der Räume kosten lassen. Neben der klassischen Tafel sind diese nun auch mit Beamern und Smartboards ausgestattet. Darüber hinaus ist das Foyer den Bedürfnissen der Studenten angepasst worden und bietet neben einer Sitzlandschaft ein Laptop-Po­di­um.

Sinnvoll angelegtes Geld, findet die FH-Präsidentin: „Als Hochschule, die sich der Region verpflichtet fühlt, sehen wir es als unsere Aufgabe an, entsprechende Angebote zu verwirklichen“, sagte sie. Mit dem neuen Studienangebot gehe man einen weiteren Schritt, um der starken Nachfrage an Fachkräften aktiv zu begegnen und gut ausgebildete Akademiker in der Region zu halten. „Das ist die richtige Antwort auf den Fachkräftemangel“, sagte auch Landrat Dr. Olaf Gericke. Es sei ein gelungenes Beispiel, wie Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an einem Strang ziehen und die Herausforderungen für die Region und die dortigen Unternehmen lösen, pflichtet von Lojewski ihm bei.

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