Denkmalgeschütztes Wasserschloss
Schloss Senden droht Abriss

Wendepunkt im Tauziehen um den Erhalt von Schloss Senden: Einer der Eigentümer sorgt mit der Ankündigung, das Gebäude abreißen zu wollen, für eine Überraschung. Im Ort hofft man noch auf eine andere Lösung.

Mittwoch, 19.02.2014, 07:02 Uhr

 Senden Auf die Option des Abrisses hatte ein Mitglied der Erbengemeinschaft in einem Schreiben an Sendens Bürgermeister Al­fred Holz hingewiesen, das dieser vor der Ratssitzung er­­halten hat. Noch am Montag waren SPD , FDP und Grüne im Gemeinderat mit ihrer Forderung gescheitert, dass die Gemeinde das Denkmal kaufen und in wichtigsten Bereichen sanieren sollte.

Das ist die einzig gangbare Alternative.

Mit-Eigentümer Dr. Carl-Bernhard Funnemann

Gegenüber über unserer Zeitung bekräftigte der Mit-Eigentümer Dr. Carl-Bernhard Funnemann: „Ich habe mich entschieden. Das ist die einzig gangbare Alternative.“ Der Schritt, ei­nen Antrag auf Abriss zu stellen, ergebe sich aus den jahrelang erfolglosen Versuchen, das Anwesen zu verkaufen. Indes schlage der Aufwand immer stärker zu Buche, Herrenhaus und Ne­bengebäude zu sichern und Schäden unter anderem durch Vandalismus zu beseitigen.

Der Abriss eines Denkmals ist möglich, wenn dem Besitzer wirtschaftlich nicht zuzumuten ist, das Gebäude zu erhalten und er Anstrengungen unternommen hat, ei­nen neuen Besitzer zu finden, so Markus Fischer vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der in dieses Verfahren einbezogen wäre.

Sendens Bürgermeister Holz hofft noch auf eine andere Lösung. Es müsse geprüft werden, ob Teile des umliegenden Schloss-Geländes privaten Investoren angeboten werden könnten.

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