Schwere Verunreinigung der Aa in Velen
Angler entdecken verendete Fische

Velen -

Angler haben in der Bocholter Aa bei Velen-Ramsdorf unzählige tote Fische entdeckt. Olaf Niepagenkemper vom Fischereiverband Westfalen und Lippe schließt nicht aus, dass dort bis zu 100 000 Fische eingegangen sind.

Mittwoch, 26.03.2014, 20:03 Uhr

Der von dem Verband beauftragte Gutachter Dr. Andreas Hoffmann hat sowohl Hinweise darauf gefunden, dass die Tiere erstickt sein könnten, es könnten aber auch Reinigungsmittel im Spiel sein, sagte er. Er vermutet, dass die Aa fünf bis sechs Jahre brauchen könnte, bis sie sich von der tödlichen Welle erholt hat. Bestenfalls ein paar kleine Fische , die sich unter Steinen befanden, als die Welle durch die Aa gerauscht sei, hätten überlebt.

Peter Schütz , Sprecher des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) erklärt unserer Zeitung dagegen: „Es liegt als Ursache ein Gülle-Eintrag nahe.“ Da die Untersuchungen aber noch nicht abgeschlossen seien, bezeichnete er das als „noch nicht gerichtsfest“. Keine Ergebnisse hatte am Mittwoch auch die eingeschaltete Kripo.

„Für uns ist das eine Katastrophe“, sagt der Vorsitzende der Angelsportgemeinschaft Ramsdorf , Rolf Stork: „Die Aa dürfte für einige Jahre tot sein.“ Da die betroffenen Kilometer die einzigen sind, die der Verein gepachtet hat, stehen die Angler jetzt ohne Gewässer da.

Stork geht davon aus, dass sie den Fluss zusammen wieder neu „aufbauen“, also mit Fischen besetzen, sobald das Wasser dafür wieder sauber genug ist. Eine Bestellung von Fischen im Wert von 2000 Euro hat der Verein aber vorerst storniert.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2351306?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F2575618%2F2575643%2F
Junge Männer überfallen Tankstelle in Appelhülsen
Mitarbeiterin mit Pistole bedroht: Junge Männer überfallen Tankstelle in Appelhülsen
Nachrichten-Ticker