Drei Fragen an:
Brigitta Gutsch, 1. Vorsitzende des Vereins Klinikclowns im Kreis Steinfurt

Warum ist die Finanzierung ihrer Arbeit so schwierig?

Dienstag, 06.05.2014, 14:05 Uhr

Brigitta Gutsch.
Brigitta Gutsch. Foto: -bra-

Gutsch : Alte Menschen haben keine Lobby. Mit Kindern kann sich jeder identifizieren, da wird schnell gespendet. Aber vor Alter, Siechtum, Demenz haben wir Angst. In einer alternden Gesellschaft sollten wir uns überlegen, ob sich das nicht langsam mal ändern sollte. Wir haben verlernt, miteinander zu leben.

Wie halten Sie die Konfrontation mit Tod aus?

Gutsch: Man kommt ins Grübeln, wenn man hört, was die Menschen erlebt haben. Oder warum sie nicht mehr da sein wollen, aber noch da sein müssen. Das macht nachdenklich. Manchmal muss man sich zwingen, das erst mal an die Seite zu schieben.

Kann man vom Clown-Sein leben?

Gutsch: Wir machen ja noch andere Sachen, Theater spielen zum Beispiel. Natürlich ist es einfacher, morgens bis nachmittags zu arbeiten und auch Geld zu bekommen, wenn man krank wird. Aber ich habe so viel Kreativität, Emotionalität und Freiheit im Beruf – das ist unbezahlbar. Und ein Lächeln ist mir mehr wert als 50 Euro.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2432058?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F2575618%2F2575619%2F2432060%2F
Nachrichten-Ticker