Solidarität nach Unwetter
Das Münsterland kämpft weiter gegen die Wassermassen

Münsterland -

Das Wasser steht 1,20 Meter hoch. Nicht im Keller, sondern im Erdgeschoss. So wie im Neubaugebiet Waltruper Weg in Münster-Nienberge erwischten viele Münsterländer einen rabenschwarzen Tag. Noch am Mittwochmorgen haben die Feuerwehrleute alle Hände voll zu tun. Sogar aus Köln reisen Einsatzkräfte an.

Mittwoch, 30.07.2014, 09:07 Uhr

Auch in der Nacht zu Mittwoch kämpften Einsatzkräfte noch gegen die Folgen des Unwetters. „Wir haben bis 1.00 Uhr nachts noch neue Einsätze bekommen“, sagte ein Feuerwehrsprecher in Münster. Weiterhin müsse eine große Zahl von Notrufen abgearbeitet werden. Am frühen Mittwochmorgen kamen Feuerwehren aus Köln und dem Rhein-Erft-Kreis mit rund 50 Fahrzeugen zur Unterstützung nach Münster. „Insgesamt waren und sind circa 2000 Feuerwehrleute aus allen Teilen des Landes Nordrhein-Westfalen im Einsatz“, teilte der Verband der Feuerwehren in NRW am Mittwoch mit.

Weiterhin Störungen im Bahnverkehr

Auf der Bahnstrecke zwischen Münster und Rheine fielen auch am Mittwoch Regionalzüge aus. Dies teilte die Bahn auf ihrer Website mit. Am Montag war ein Stellwerk im nördlich von Münster gelegenen Greven durch einen Wassereinbruch beschädigt worden. Die Linien RE 7 (Rheine-Krefeld), RE 15 (Norddeich-Münster) und RB 68 (Rheine-Münster)  fallen zwischen Rheine und Münster aus. Die Westfalenbahn fährt auf der Strecke noch ein Mal pro Stunde. Zudem ist ein Busnotverkehr zwischen Münster und Rheine eingerichtet.

Betroffene erschöpft und verzweifelt

In großen Teilen der Region hinterließ der Regen erschöpfte und verzweifelte Bewohner. Am stärksten betroffen waren die Menschen in Münster und Greven. In Drensteinfurt-Mersch flossen die Wassermassen von den südlich gelegenen Anhöhen ins Zentrum des Ortes, so dass dort am frühen Dienstagmorgen weite Teile unter Wasser standen.

60 Feuerwehrleute aus Drensteinfurt, Walstedde, Ahlen und Beckum hatten alle Hände damit zu tun, ein Düngemittellager mit Planen und Sand zu sichern, um das Austreten umweltschädlicher Stoffe zu verhindern.In Everswinkel wurde aus einem Übungsabend der Löschzüge Everswinkel und Alverskirchen eine Einsatznacht.

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Bis sechs Uhr morgens pumpten sie aus 24 Kellern Wasser ab, in Telgte und Westbevern erledigte die Feuerwehr rund 300 Einsätze, in Altenberge mussten die Feuerwehrleute zum ersten Mal überhaupt Sandsäcke schleppen. „Das hat es bislang noch nie gegeben“, berichtet Frank Klose, stellvertretender Leiter der Feuerwehr.

Seine Leute errichteten um ein Regenrückhaltebecken einen 30 Zentimeter hohen Wall. Die Wehr rückte 50 Mal aus.Weil auch in Sendenhorst Keller vollliefen, wurden die Feuerwehrleute vom Einsatz in Münster in ihre Heimatstadt zurückgerufen In Havixbeck-Hohenholte errichteten Feuerwehrleute einen Schutzdamm aus Sand, um einen Bauernhof zu schützen. In Coesfeld standen lediglich zehn Keller unter Wasser. Ein Ast beschädigte zwei Autos.

Unwetter im Münsterland - Verkehrschaos durch Starkregen

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Im Neubaugebiet Waltruper Weg in Münster-Nienberge steht das Wasser 1,20 Meter hoch. Nicht im Keller, sondern im Erdgeschoss. Sofas schwimmen in den Wohnzimmern. „Bei uns stand das Wasser bis zur Türklinke, die komplette Einbauküche kannst du wegschmeißen“, klagt ein Anwohner. So wie er erwischten viele Münsterländer einen rabenschwarzen Tag. In großen Teilen der Region hinterließ der Regen erschöpfte und verzweifelte Bewohner. Am stärksten betroffen waren die Menschen in Münster und Greven.

►  In Drensteinfurt-Mersch flossen die Wassermassen von den südlich gelegenen Anhöhen ins Zentrum des Ortes, so dass dort am frühen Dienstagmorgen weite Teile unter Wasser standen. 60 Feuerwehrleute aus Drensteinfurt, Walstedde, Ahlen und Beckum hatten alle Hände damit zu tun, ein Düngemittellager mit Planen und Sand zu sichern, um das Austreten umweltschädlicher Stoffe zu verhindern.

► In Everswinkel wurde aus einem Übungsabend der Löschzüge Everswinkel und Alverskirchen eine Einsatznacht. Bis sechs Uhr morgens pumpten sie aus 24 Kellern Wasser ab,

► in Telgte und Westbevern erledigte die Feuerwehr rund 300 Einsätze,

► in Altenberge mussten die Feuerwehrleute zum ersten Mal überhaupt Sandsäcke schleppen. „Das hat es bislang noch nie gegeben“, berichtet Frank Klose, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Seine Leute errichteten um ein Regenrückhaltebecken einen 30 Zentimeter hohen Wall. Die Wehr rückte 50 Mal aus.

► Weil auch in Sendenhorst Keller vollliefen, wurden die Feuerwehrleute vom Einsatz in Münster in ihre Heimatstadt zurückgerufen

► In Havixbeck-Hohenholte errichteten Feuerwehrleute einen Schutzdamm aus Sand, um einen Bauernhof zu schützen.

► In Coesfeld standen lediglich zehn Keller unter Wasser. Ein Ast beschädigte zwei Autos.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft hilft vielen Betroffenen, dem Unwetter auch eine positive Seite abzugewinnen. Betroffene berichten von Bekannten, die ihren Sandkasten plünderten, um Sandsäcke zur Verfügung zu stellen. Bei Facebook gründet sich die Gruppe „ Regen in Münste r“, eine Art Börse, bei der sich Hilfesuchende melden können. Freiwillige Helfer können dort erkennen, wo noch Not am Mann ist und mithelfen.

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