Lagerung von Uranhexafluorid
Urenco nutzt fertige Halle nicht

Gronau -

Die neue Lagerhalle für Uranhexafluorid in Gronau steht. Aber genutzt wird sie nicht. Burkhard Kleibömer, Leiter Überwachung bei Urenco, sagt nicht, warum das Unternehmen einen Einlagerungsantrag erst 2015 stellen will. Dafür gebe es „interne Gründe“, sagt er unserer Zeitung.

Mittwoch, 20.08.2014, 12:08 Uhr

Neue Auflagen von Behörden habe es nicht gegeben. Eine „Bauzustandsbesichtigung“ im Juni sei „ohne jeden Mangel abgelaufen“.

Auf dem Gelände der Urananreicherungsanlage lagern zurzeit 12 856 Tonnen des ätzenden und radioaktiven Stoffs. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Das ist fast doppelt so viel wie Ende 2012. Den Anstieg begründet Kleibömer mit „logistischen Gründen“. Er sagte: „Das hängt davon ab, wann wir das abgereicherte Uranhexafluorid, das permanent bei uns entsteht, zurückgeben“.

Auch bei einer Anfrage der NRW-Piraten an die Landesregierung ist die Halle ein Thema. Aber auch die verweist auf die Frage, warum sich die Inbetriebnahme der Halle verschiebt, auf „Aussagen der Firma Urenco gegenüber der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde“.

Unterdessen berichten Atomkraftgegner von einem weiteren Urantransport in der Nacht zum Dienstag durch Münster . Sie kritisieren die „Geheimniskrämerei“, die mit dem Transport verbunden sei.

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