Ab Mittwoch wieder freie Fahrt in Rheine
Tag und Nacht auf der Schiene

Rheine -

Gute Botschaft für viele Bahnpendler. Ab Mittwoch wird sich der Zugbetrieb im Rheiner Bahnhof wieder normalisieren. Dann wird der Hauptteil der Gleisbauarbeiten abgeschlossen sein. Ein Besuch auf der Baustelle.

Sonntag, 02.11.2014, 13:11 Uhr

Abends im Rheiner Bahnhof. Zwischen den Gleisen schaufeln Arbeiter in orangenen Sicherheitswesten Schotter. Ein Bagger, der mit geteilten Rädern schienentauglich ist, kippt auf einen Güterwagen, was von Gleis 3 übrig ist. Hier wird mal wieder saniert.

Die agile Schaufeltruppe ist der Grund, warum Tausende Pendler seit Ostern mit Verspätungen und ausfallenden Zügen zu kämpfen haben. „Probleme“, sagt Bauüberwacher Askan Zarghan von der Bahn, „gibt es bei jeder Baustelle – aber sie haben uns nicht blockiert.“

Und jetzt ist auch ein Ende in Sicht. Ab Mittwoch soll der Bahnbetrieb wieder unbehindert fahren, sagt Zargham. Dann rollt zum Beispiel der RE 7 von Krefeld wieder bis Rheine durch. Noch ist sein letzter Halt der Bahnhof Münster .

Bauarbeiten am Bahnhof Rheine

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  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning
  • Mehrere Monate lang arbeiteten Bahnarbeiter im 24-Stunden-Betrieb an den Schienen im Rheinenser Bahnhof.

    Foto: Günter Benning

Sechs Millionen Euro hat die Bahn allein 2014 im Schienennetz des Bahnhofs Rheine investiert. „Der Nordkopf ist neu“, sagt der Bauüberwacher, „der Südkopf Richtung Münster ist auch bald fertig.“ Rund vier Kilometer Gleise wurden neu verlegt. 21 Weichen, die teilweise 30 Jahre alt waren, wurden ersetzt. „Wir bauen jetzt Betonweichen ein“, sagt Hermann Wilming, Bezirksleiter Fahrbahn der Bahn, „die haben eine längere Lebensdauer als die Holzschwellen.“

Zwischen Mesum und Emsdetten wurden noch mal sechs Kilometer Gleise erneuert und fünf Bahnübergänge renoviert.

Dass dabei der Fahrplan auf dieser stark frequentierten Strecke teilweise wie ein Flickenteppich aussah – kein Wunder.

Der RE 7, die RB 68, der Emsland-Express – viele Verbindungen fielen aus, Züge verspäteten sich. Man habe versucht, die Herbstferien zu nutzen, schon über Ostern wurde durchgearbeitet, sagt Pressesprecher Manfred Ziegerath . 24 Stunden, sieben Tage pro Woche arbeiten die etwa 30 Mitarbeiter. „Vor dem rollenden Rad“, wie es im Bahner-Jargon heißt.

Das alleine ist schon eine Herausforderung. Aber dann kamen in diesem Jahr noch zwei Bahnstreiks und große Unwetter hinzu. „Da“, sagt Ziegerath, „kann keiner was dafür.“

600 Millionen Euro verbaut die Bahn in diesem Jahr in NRW, ein Riesenbatzen. In Rheine liegen im kommenden Jahr noch Arbeiten an Abstellgleisen an. Das geht am Zugreisenden vorbei. Und kostet noch einmal eine halbe Million.

Zugfahrer sollen künftig am Intercity-Bahnhof Rheine ein neues Wohlfühlgefühl bekommen. Seit Jahren wird an dem repräsentativen Westausgang gearbeitet, ein zusätzlicher Bahnsteig für den RE 7 erlaubt es, den Fahrplan flexibler zu gestalten. Dass Züge vor dem Bahnhof stehen bleiben, weil alle Gleise besetzt sind, sollte dann kaum noch vorkommen.

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