Boot kentert auf Dortmund-Ems-Kanal
Angetrunkener Kapitän gerettet

Lüdinghausen/Dülmen -

Unter Alkoholeinfluss setzte am Sonntagabend ein 67-jähriger Schiffsführer sein Sportboot in die Uferböschung des Dortmund-Ems-Kanals. Das Schiff schlug leck und sank. Der Besitzer des Bootes aus Senden wurde von der Besatzung eines Güterschiffs gerettet.

Dienstag, 04.11.2014, 08:11 Uhr

„Da ist der Lack aber ziemlich ab“, meinte am Montagmorgen ein Spaziergänger angesichts des Sportbootes , das zwischen Lüdinghausen und Senden auf dem Seitenweg des Dortmund-Ems-Kanals lag. In der Tat hat das etwa sieben Meter lange Boot schon bessere Zeiten erlebt.

Am Sonntagabend versetzte ihm sein Besitzer allerdings den Gnadenstoß: Im angetrunkenen Zustand, so die Wasserschutzpolizei in Duisburg , rammte der 67-jährige Bootsbesitzer die Uferböschung. Die Folgen waren fatal: Das Schiff schlug leck, es kenterte und versank. Der Bootsbesitzer aus Senden, der sich alleine auf dem Schiff befand, wurde von der Besatzung eines Güterschiffs unterkühlt aus dem Wasser gezogen. Ins Krankenhaus musste er nach der Bergung allerdings nicht. Nach dem Aufwärmen im Rettungswagen wurde er nach Hause gebracht.

Die Feuerwehr und die DRLG bargen das gesunkene Schiff.

Die Feuerwehr und die DRLG bargen das gesunkene Schiff. Foto: west

Da sich die Havarie im Bereich der Kanalbaustelle bei Hiddingsel ereignete, wurde noch am Sonntagabend versucht, das Schiff zu bergen, berichtete Dülmens Wehrführer Uwe Friesen auf Anfrage unserer Zeitung. Das gestaltete sich jedoch als nicht ganz einfach, da es immer wieder in die Fahrrinne rutschte. Ein DLRG-Taucher stabilisierte das Boot zunächst mit Hebesäcken, dann wurde es mit einem Bagger und den Seilwinden der Feuerwehrfahrzeuge an Land gezogen. Rund sechs Stunden lang war die Wasserstraße während der Bergung gesperrt, berichtete die Wasserschutzpolizei.

Wenn dem 67-Jährigen dieses Missgeschick an Land mit dem Auto passiert wäre, hätte das übrigens deutlich schlimmere Konsequenzen: Ein solcher Unfall würde wahrscheinlich den Führerschein kosten. Als Schiffsführer muss er nach Angaben der Wasserschutzpolizei mit einer Anzeige rechnen, darf den Bootsführerschein jedoch behalten.

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