Debatte über geordnete Insolvenz
FMO-Gesellschafter stehen hinter dem Flughafen

Greven -

Der Aufsichtsratsvorsitzende des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO), Markus Lewe, ist davon überzeugt, dass die Gesellschafter das für den Airport verabredete Finanzierungskonzept im Dezember auf den Weg bringen werden.

Dienstag, 25.11.2014, 09:11 Uhr

„In den Organen der kommunalen Selbstverwaltung, hier insbesondere bei den größten Gesellschaftern, bahnen sich breite Mehrheiten für die Umsetzung dieses Beschlusses an“, teilte der Oberbürgermeister der Stadt Münster am Montag mit. Lewe reagierte damit auf die Berichterstattung in unserer Zeitung, wonach in Reihen der Politik über die Möglichkeit einer geordneten Insolvenz beziehungsweise eines Schuldenschnittes diskutiert worden ist.

„Es gibt nicht die geringsten Anzeichen, daran zu zweifeln, dass alle Flughafengesellschafter am FMO festhalten wollen, um dessen wichtige regionalwirtschaftliche Bedeutung für die gesamte Region wissen und deshalb den FMO auch weiterhin auf sichere finanzielle Füße stellen werden“, so Lewe.

Ähnlich argumentiert der Chef der Münsterland-CDU, Karl-Josef Laumann . „Die CDU steht einmütig hinter dem Flughafen und dem Entschuldungskonzept.“ Überlegungen zu einem möglichen Schuldenschnitt seien „Einzelmeinungen“. Die Äußerungen von Kreistags- und Landtagspolitikern zu einer geordneten Insolvenz des FMO seien nicht die Meinung des Landkreises Osnabrück, erklärte Landrat Michael Lübbersmann.

Der Aufsichtsrat hatte empfohlen, dem FMO zunächst für ein Jahr 16,8 Milli­onen Euro zu gewähren. Der Flughafen steht mit 110 Millionen Euro bei den Banken in der Kreide und benötigt dringend frisches Geld.

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