Dschihad-Touristen aus dem Münsterland
Terrorkämpfer aus Dinslaken offenbar in Syrien getötet

Dinslaken/Düsseldorf -

Einige Dschihadisten der Islamistenzelle Dinslaken-Lohberg sind vermutlich bei Gefechten in Syrien gestorben, teilte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums am Montag mit. Auch Männer aus Ibbenbüren kämpfen wohl auf Seiten des Terrorregimes IS.

Montag, 12.01.2015, 19:01 Uhr

Wie ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums bestätigte, gibt es Hinweise, dass vier Mitglieder des Dinslakener Ablegers der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) dort ums Leben gekommen sind. Allerdings sind offizielle Bestätigungen solcher Todesfälle schwierig, da die Nachrichtenlage in Syrien unübersichtlich ist. Es gebe auch Hinweise, dass Islamisten aus anderen deutschen Städten – darunter auch Wuppertal – bei Kämpfen oder Selbstmordattentaten im Ausland gestorben seien.

Am Samstag hatte ein Spezialeinsatzkommando in Dinslaken einen Syrien-Rückkehrer festgenommen . Der Generalbundesanwalt wirft dem 24-jährigen Deutschen Mitgliedschaft in der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ vor. Der Polizeiliche Staatsschutz hatte dort im vergangenen Jahr 22 Salafisten identifiziert. Nach Angaben des NRW-Innenministeriums sind Ermittlungsverfahren gegen mindestens acht von ihnen anhängig. Von den elf nach Syrien ausgereisten seien fünf zurückgekommen, berichtete das Innenministerium . Die Behörden gehen davon aus, dass sich zwei noch in Syrien befinden.

Auch aus anderen Städten – unter anderem Ibbenbüren und Hamm – sollen junge Männer in die Bürgerkriegsregionen Syrien und den Nordirak gereist seien. Über ihre Aufenthaltsorte ist offiziell nichts bekannt.

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