13 Jahre an der Spitze des Landschaftsverbands
Der ehemalige LWL-Direktor Herbert Neseker ist tot

Münster -

Der frühere Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Herbert Neseker, ist vergangene Woche Mittwoch (7.1.) im Alter von 85 Jahren in Lienen-Kattenvenne (Kreis Steinfurt) verstorben. Das teilte der LWL am Donnerstagmorgen mit.

Donnerstag, 15.01.2015, 09:01 Uhr

" Herbert Neseker ist in seinen drei Jahrzehnten beim LWL stets für Westfalen eingetreten und habe die regionale Identität aus tiefer Überzeugung gefördert", würdigte LWL-Direktor Matthias Löb den Verstorbenen. Sein Heimatbewusstsein habe Neseker nicht nur beruflich, sondern auch im Privaten angetrieben", so Löb über seinen Vorgänger. "Meilensteine bei der Entwicklung in der Kultur und in der Psychiatrie sind mit seinem Namen verbunden - er bleibt uns in vielem Vorbild."

13 Jahre an der Spitze des Landschaftsverbands

Neseker, geboren in Münster , arbeitete von 1958 an beim LWL. Acht Jahre später wählte ihn die Landschaftsversammlung zum Dezernenten. Der studierte Rechtswissenschaftler leitete bis 1971 die Sozialhilfeabteilung. Nach einigen Jahren im NRW-Sozialministerium kehrte Neseker zum LWL zurück, wo er 1978 zum Direktor gewählt wurde. Das Amt übte er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1991 aus.
Während seiner Amtszeit entwickelte sich eine dezentrale, regional verankerte psychiatrische Versorgung, die aus stationären, teilstationären sowie ambulanten Elementen besteht und auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten zugeschnitten ist. Neseker initiierte 1989 auch Partnerschaften des LWL-Psychiatrieverbundes mit psychiatrischen Krankenhäusern in Polen. In den 80er Jahren begann der LWL damit, die Geschichte der westfälischen Provinzialheilanstalten aufzuarbeiten. Er engagierte sich auch in der Diskussion, die zur Einführung der Pflegeversicherung führte.
Während Nesekers Amtszeit entstanden das LWL-Museum für Naturkunde in Münster und die LWL-Industriemuseen an acht Standorten, die das industrielle Zeitalter und seine Entwicklung in der Region thematisieren.
Herbert Neseker war zwölf Jahre lang Vorsitzender des Westfälischen Heimatbundes (WHB), später Ehrenvorsitzender des WHB. Zwischen 1993 und 2002 war er auch Präsident der NRW-Stiftung für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, die während dieser Zeit knapp 600 Projekte förderte. Für seine Verdienste erhielt Neseker den NRW-Landesorden, die Paulus-Plakette der Stadt Münster und das Bundesverdienstkreuz.

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