Landrat Kubendorff: Kein Vertrauen in FMO-Chef
Harte Fronten wegen Flughafen-Schulden

Münster/Greven -

Greven/Münster - Landrat Thomas Kubendorff bleibt hart: Die Vertreter des Kreises Steinfurt haben sich in der Aufsichtsratssitzung des FMO am Montagabend geweigert, Flughafen-Chef Gerd Stöwer das Vertrauen auszusprechen.

Montag, 02.02.2015, 12:02 Uhr

Die drei Vertreter des zweitgrößten Flughafen-Gesellschafters folgten damit nicht einem diesbezüglichen Vorschlag des Vorsitzenden, Osnabrücks Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

„Es ist nicht möglich, so zu tun, als sei alles in Ordnung“, soll Kubendorff während der knapp dreieinhalbstündigen Sitzung gesagt haben.

Die Folgen dieses Schrittes sind zum jetzigen Zeitung völlig offen. Im Vorfeld hatte Stöwer erklärt, er könne nur weiterarbeiten, wenn er „das volle Vertrauen“ der Gesellschafter genieße.

In einer Erklärung des Flughafens hieß es am Abend, der Aufsichtsrat erwarte, dass die zwischen dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Thomas Kubendorff und dem Geschäftsführer Prof. Gerd Stöwer „entstandenen Irritationen bilateral ausgeräumt werden“.

Wie berichtet, hatte Kubendorff dem Flughafenchef vor ein paar Tagen mehr oder minder offen das Vertrauen entzogen. Entzündet hatte sich der Streit am Entschuldungskonzept des FMO.

Kubendorff hatte Stöwer vorgeworfen, „bewusst unklare Formulierungen gewählt zu haben“, um den Kreis unter Druck zu setzen und so einen ihm genehmen Beschluss zu erhalten. Im Kreis der Gesellschafter war der Schritt als „eklatanter Vorgang“ bezeichnet worden.
 
In der Sitzung ging es teilweise offenbar hoch her, dabei sei Kubendorff auch persönlich angegangen worden, erklärten Teilnehmer.

Allem Anschein nach denkt der FMO-Chef nicht daran, sein Amt zur Verfügung zu stellen. „Aufsichtsrat und Geschäftsführer arbeiten weiter vertrauensvoll zusammen“, steht als Titel über der Erklärung des Flughafens. Nur, dass dazu ein Drittel der Gesellschafter derzeit Nein sagt.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3043487?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F4848633%2F4848644%2F
Öffnungszeiten in Enschede bereiten deutschen Nachbarn Bauchschmerzen
Verkaufsoffene Sonntage sind in den Niederlanden nicht generell vorgesehen. Die Kommunen entscheiden darüber selbst., die Mitarbeiter der Geschäfts sind wiederum berechtigt, die Arbeit am Sonntag abzulehnen,
Nachrichten-Ticker