Heftige Kritik an Steinfurter Landrat Thomas Kubendorff
Streit um Flughafenchef geht weiter: „Öffentliches Störfeuer ist kontraproduktiv“

Greven/Borken -

Die Turbulenzen am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) belasten das politische Klima im Münsterland und sorgen sowohl bei der CDU als auch der SPD in der Region für heftigen Streit. Grund ist vor allem das öffentlich gemachte Misstrauen des Landrates aus Steinfurt, Thomas Kubendorff (CDU), gegenüber dem Geschäftsführer des Flughafens, Gerd Stöwer.

Dienstag, 10.02.2015, 18:02 Uhr

„Das öffentliche Störfeuer gegen die Flughafen-Spitze ist äußerst kontraproduktiv“, sagt der Landrat des Kreises Borken, Kai Zwicker ( CDU ). Kubendorff und Zwicker sind „nur“ Parteifreunde. Wie berichtet, hatte der Landrat aus Steinfurt dem Flughafenchef in einem Schreiben vorgeworfen, „bewusst unklare Formulierungen gewählt zu haben“, um den Druck auf den Kreistag zu erhöhen. Dazu Zwicker: „Über dieses Vorgehen des Kollegen Kubendorff bin ich nicht glücklich. Über solch ein wichtiges Thema muss man sich intern absprechen.“ Warendorfs Landrat Olaf Gericke (CDU) hatte Stöwer unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe demonstrativ sein Vertrauen ausgesprochen.

In Stöwers Antwort, die unserer Zeitung ebenfalls vorliegt, weist der Flughafen-Chef die Vorwürfe von sich. Kubendorff dagegen bekräftigte am Dienstag noch einmal seinen Vorbehalt. „An meiner Sicht auf den Sachverhalt hat sich nichts geändert.“ Am Dienstag wollen beide die Unstimmigkeiten in ei­nem persönlichen Gespräch aus dem Weg räumen.

Auch die SPD ist mit Blick auf den Flughafen uneins. Während die Genossen in Münster dem FMO-Entschuldungskonzept zustimmen, übt die SPD im Kreis Steinfurt harte Kritik daran. Allgemein hält sich der Verdacht, dass es Kubendorff bei seiner Attacke nicht nur um den Flughafen geht. Er will im September als Landrat wiedergewählt werden. Im Kreistag hat er sich beim Thema FMO das Heft des Handels von den anderen Parteien aus der Hand nehmen lassen.

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