Hohe Arbeitsbelastung
Steinfurter Landrat Thomas Kubendorff tritt nicht mehr an

Steinfurt -

Riesen-Überraschung: Thomas Kubendorff tritt am 13. September nicht mehr zur Landratswahl im Kreis Steinfurt an. Kubendorff, der seit 1999 für die CDU drei Mal zum Landrat gewählt worden war, führte im Gespräch mit unserer Zeitung den hohen Termindruck und die intensive Arbeitsbelastung als Grund für seinen Rückzug an. Als potenzieller Nachfolge-Kandidat gilt Kreisdirektor Dr. Martin Sommer, der zur Zeit aber erkrankt und nicht erreichbar ist.

Freitag, 13.02.2015, 18:02 Uhr

Kubendorff betonte ausdrücklich, dass sein Verzicht auf eine erneute Kandidatur nichts mit den Querelen um den FMO und die Kritik aus den Gesellschafterkreisen an seiner Person zu tun habe. Zudem sei er ja noch bis zum 20. Oktober im Amt und werde diese Zeit nutzen, um für den FMO eine tragfähige Zukunftsperspektive zu finden. Auch die „neue Mehrheit“ im Steinfurter Kreistag gegen CDU und FDP habe seinen Entschluss nicht beeinflusst.

Die Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, sei um die Zeit seines 59. Geburtstags am 5. Januar gefallen, sagte Kubendorff: „27 Jahre Vollgas, elf davon als Wahlbeamter in Hattingen und dann 16 Jahre als Landrat in Steinfurt , sind genug.“ Er habe gemerkt dass er immer mehr Kraft für eine Amtsführung nach seinen Ansprüchen aufwenden müsse und „einen Gang zurückschalten“, das könne er nicht – da gelte für ihn „ganz oder gar nicht“.

Nach dem 20. Oktober wolle er freiberuflich tätig werden und sich „nur noch meinen Lieblingsthemen“ widmen. Tourismus, Klimapolitik, Kreisentwicklung seien Felder, die er gerne als Berater in Kreise außerhalb des Münsterlandes tragen wolle. Wieder Zeit zu haben, mehr Sport treiben zu können, ohne in ein total enges Terminkorsett eingebunden zu sein, das habe ihn gereizt.

Zur Frage, wer ihm als CDU-Kandidat für das Amt des Steinfurter Landrats folgen solle, hielt sich Kubendorff zurück. Das sei jetzt Sache des CDU-Kreisvorstandes.

Reaktionen auf Kubendorff-Verzicht

Den Verzicht von Landrat Thomas Kubendorff auf eine neuerliche Kandidatur kommentiert Achim Giersberg

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