Versorgungszelt angezündet
Feuer an Flüchtlingsunterkunft in Coesfeld vorsätzlich gelegt

Coesfeld/Münster -

Der Brand an einem Versorgungszelt in einem Flüchtlingslager in Coesfeld ist vorsätzlich gelegt worden. Der Staatsschutz ermittelt, die Polizei sucht Zeugen.

Mittwoch, 25.02.2015, 09:02 Uhr

"Die Ermittlungen des Brandsachverständigen haben ergeben, dass das Feuer vorsätzlich gelegt wurde!", erläuterte Oberstaatsanwalt  Heribert Beck am Mittwoch.

Am frühen Dienstagmorgen hatte ein Zeuge einen Feuerschein auf dem Schulgelände des Berufskollegs an der Borkener Straße in Coesfeld bemerkt. In der Schule sind zurzeit Flüchtlinge untergebracht, erst vor einer Woche waren 72 Flüchtlinge hier angekommen – in der Hoffnung, in Deutschland ein besseres Leben anfangen zu können. 

Feuer schnell gelöscht

Auf dem Schulhof stehen vom Deutschen Roten Kreuz aufgestellte Versorgungszelte für ärztliche Untersuchungen. Eines dieser Zelt brannte im Eingangsbereich.   

"Das Feuer konnte dank der Zeugen und der alarmierten Feuerwehr schnell gelöscht werden. Wir setzen alles daran, die Täter zu überführen. Wir stehen aber noch ganz am Anfang der Ermittlungen und müssen zunächst die Hintergründe ermitteln", erklärte Beck weiter. Nach ersten Schätzungen des Staatsschutzes liegt der Sachschaden bei mindestens 1000 Euro. Zu Schaden kam bei dem Brand niemand. In den sozialen Netzwerken bekunden viele Nutzer ihre Solidarität mit den Flüchtlingen aus elf Nationen. 

Zeugen gesucht

In diesem Zusammenhang sucht die Polizei Zeugen, die zur Tatzeit verdächtige Personen gesehen oder andere Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0251 275-0 entgegen.

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