Feuer in Coesfeld war schnell gelöscht
Bestätigt: Brandstiftung an Flüchtlingsunterkunft

Coesfeld -

Der Verdacht hat sich bestätigt. Das Versorgungszelt der vorübergehenden Flüchtlingsunterkunft in einer Turnhalle in Coesfeld ist absichtlich angezündet worden. Das hat Oberstaatsanwalt Heribert Beck am Mittwochmorgen bestätigt.

Donnerstag, 26.02.2015, 10:02 Uhr

Nach den Worten Becks haben die Ermittlungen des Brandsachverständigen ergeben, dass das Feuer die Folge einer Straftat war.

In der Nacht zum Dienstag hatte ein Zeuge das Feuer auf dem Berufskolleg-Gelände früh entdeckt und Alarm geschlagen, sodass es schnell von der Feuerwehr gelöscht wurde. In der Turnhalle der Schule sind zurzeit 75 Menschen aus zahlreichen Nationen vorübergehend untergebracht. Doppelt so viele könnten dort Platz finden. Allerdings sind nicht zuletzt vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse bis Mittwochabend keine neuen Flüchtlinge nach Coesfeld verlegt worden.

Sicherheitskräfte der Polizei und eines Wachdienstes sind Tag und Nacht nun noch einmal verstärkt im Einsatz, um die Anlage zu schützen. Wer dem Absperrband zu nahe kommt, wird sofort gestoppt. Dahinter liegen die Versorgungszelte, von denen eins das Ziel der Brandstiftung war. Das angesengte Zelt ist mittlerweile verschwunden. Ein großer Scheinwerfer-Baum leuchtet das Gelände aus.

Die im Schnitt 15 bis 20 Helfer des DRK, der Malteser und der Feuerwehr, die sich vor Ort um die Flüchtlinge kümmern, dürften nichts sagen. Der Sprecher der Kreisverwaltung berichtet aber, dass die meisten Flüchtlinge von dem Zwischenfall gegen 1 Uhr in der Nacht nichts mitbekommen hätten und offenbar nicht beunruhigt seien.

Unterdessen hat der Landkreistag NRW gefordert, dass die Landesregierung die Unterbringung besser plant. Es müssten kurzfristig weitere Kapazitäten für die Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen werden,

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