Westfalenbahn rammt Güllefass
Schweres Zugunglück in Ibbenbüren

Ibbenbüren - (Aktualisiert) Bei Ibbenbüren ist es am Samstagmittag auf einem Bahnübergang zu einem Zusammenstoß der Westfalenbahn mit einem Güllefass gekommen. Zwei Menschen wurden bei dem Unfall getötet: Der 41-jährige Lokführer und eine 18-jährige Reisende aus Ibbenbüren.

Samstag, 16.05.2015, 13:05 Uhr

Auf der Bahn-Strecke zwischen Osnabrück und Amsterdam ist in Ibbenbüren-Laggenbeck am Samstagmittag ein Zug mit einem Güllefass kollidiert. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei ist es auf einem beschrankten Bahnübergang am Fuchsweg, außerhalb der geschlossenen Ortschaft, zu einer Kollision eines Personenzuges mit einem landwirtschaftlichen Anhänger (Güllefass) gekommen. Der Anhänger hatte sich zuvor vom Traktor, der das Güllefass transportierte, gelöst, als dieser den Bahnübergang überqueren wollte. Der Traktorfahrer bemerkte dies und hielt an. In dem Moment senkten sich die Bahnschranken. Daraufhin soll der Ibbenbürener dem herannahenden Zug noch entgegengelaufen sein, um den Lokführer zu warnen. Es kam zur Kollision des Triebwagens mit dem Güllefass-Anhänger, der von den Gleisen geschleudert wurde.

Zugunglück in Ibbenbüren

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  • Foto: Heinrich Wessling
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  • Foto: Jürgen Peperhowe
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Der Zug, der von Osnabrück in Richtung Ibbenbüren fuhr, kam stark beschädigt etwa 200 bis 300 Meter hinter dem Übergang auf den Gleisen zum Stehen. Im Zug wurden zwei Personen getötet und 41 Personen verletzt, sechs von ihnen schwer. Bei den Toten handelt es sich um den Lokführer und eine 18-jährige Reisende aus Ibbenbüren. Die Schwerverletzten wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Alle anderen Betroffenen wurden im DRK Heim in Laggenbek betreut. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit vier Rettungshubschraubern 75 Feuerwehrleuten und vier Löschzügen im Einsatz.

Die Staatsanwaltschaft Münster unter der Leitung von Dr. Barbara Vogelsang und die Polizei haben die Ermittlungen zum Unfallhergang aufgenommen und wertet Luftbilder vom Unfallort sowie die Daten des Fahrtenschreibers aus. Der Trecker und das Güllefass wurden beschlagnahmt.

Gegen den Fahrer des stehengebliebenen Gülletransporters wird ermittelt. „Der Tatvorwurf lautet gefährlicher Eingriff in den Schienenverkehr, fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung“, sagte Oberstaatsanwältin Barbara Vogelsang am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Beschuldigter sei der 23-jährige Fahrzeugführer des Traktors. Eine zentrale Frage sei, warum der Gülleanhänger auf den Schienen stand. Die Kupplung als Verbindung zum Traktor sei dabei ein entscheidendes Detail.Ein Gutachter überprüfe das gesamte Fahrzeuggespann näher. Gleichzeitig werde unter anderem ermittelt, wie schnell der Zug fuhr und ob die Schrankenanlage samt Warneinrichtung einwandfrei funktionierte. Zudem würden Zeugen vernommen. „Das wird etwas Zeit in Anspruch nehmen“, schilderte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Münster.

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