Denkmal für Udo Lindenberg
"Eierlikör für alle"

Gronau - Der „kleine Rock’n’Roll-Strolch“ ist groß geworden, sehr groß sogar: Drei Meter groß und in Bronze grüßt Udo Lindenberg seit Samstag von einem Kreisverkehr an der alten B54 in Gronau. „Ich bin ja große Dinger gewohnt“, betonte der Star bei der Enthüllung seines Denkmals vor rund 3000 Fans, „aber das hier ist 'was ganz Spezielles. Eine große, große Ehre.“ Spontan orderte er „Eierlikör für alle!"

Sonntag, 17.05.2015, 13:35 Uhr

Normalerweise muss Sonja Jürgens sich den Weg nicht durch jubelnde Menschenmassen bahnen. Am Samstag war das anders: „Ich muss eine Rede halten, ich muss hier durch“, rief Gronaus Bürgermeisterin fröhlich und boxte sich ganz undamenhaft den Weg zum Kreisverkehr frei – dem ab sofort berühmtesten Kreisverkehr der Stadt.

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Aus einer schrägen Idee wurde ein Großprojekt: Sieben lindenberg-verrückte Gronauer vom "Syndikat L" beschlossen, ihrem Idol ein Denkmal zu setzen. Und was für eines: über 500 Kilogramm schwer, drei Meter groß. Seit Samstag thront es in der Mitte eines Kreisverkehrs an der alten Bundesstraße 54 - genau dort, wo Udo vor vielen Jahren den "Daumen in den Wind" hielt, um in die große, weite Welt zu trampen. Zur Enthüllung kamen fast 3000 Fans und Freunde. Lindenberg selbst nahm sich stundenlang Zeit, um Autogramme zu schreiben und seinen Fans ganz nahe zu sein. Am Ende erklomm er spontan die Bühne und gab ein kleines Gratis-Konzert für alle.

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Der mit Abstand berühmteste Mann der Stadt, Panikrocker Udo Lindenberg , war schon vor ihr da und tänzelte aufgeregt wie ein Kind vor der Bescherung um ein riesiges, unter grüner Folie verstecktes Etwas herum, das sie an diesem Abend ihm zu Ehren enthüllen wollten: eine drei Meter hohe Bronze-Statue mit Hut. „Die neue Freiheitsstatue von Gronau!“, jubelte Lindenberg, um dann unter Triumphgeheul das Geheimnis um das Aussehen seines Denkmals zu lüften.

Denkmal für Udo Lindenberg

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  • Denkmal für Udo Lindenberg Foto: Jürgen Peperhowe
  • Udo Lindenberg in Gronau bei der Einweihung des Lindenberg-Denkmals

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Udo Lindenberg in Gronau bei der Einweihung des Lindenberg-Denkmals

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  • Denkmal für Udo Lindenberg Foto: Jürgen Peperhowe
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„Ich bin ja große Dinger gewohnt“, rief er den rund 3000 Menschen zu, die ihm einen herzlichen Empfang bereitet hatten, „aber das hier ist ‘was ganz Spezielles. Eine große, große Ehre!“ Er widme das Denkmal allen Abenteurern und Entdeckern, all jenen, die sich „für Weltoffenheit und Toleranz“ einsetzten. Es wurde ein Abend voller Gänsehautmomente, Lindis große Loveparade: Stundenlang badete der Star in der Menge, herzte und knuddelte Fans und Freunde, verteilte Kusshändchen und Autogramme und bekannte, beseelt von der Magie des Augenblicks, seine Liebe zu seiner Heimatstadt. „Auch wenn die Füße weiter müssen; mein Herz schlägt immer für Gronau!“

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Jahrelang soll sein Verhältnis zu der Stadt gespalten gewesen sein, die ihm als „kleinem Rock’n’Roll-Strolch“ schnell zu eng wurde – ab sofort ist das offenbar anders. „Das mit uns geht so tief rein, das kann nie zu Ende sein“, sang Lindenberg zur Feier des Tages spontan auf der Bühne, während hinterm Horizont erstmals die Sonne durch die Wolken blitzte. Sonja Jürgens, die Bürgermeisterin, machte Lindenberg eine öffentliche Liebeserklärung („Udo, wir lieben dich!“), Laudator Steffi Stephan, Bassist seines Panikorchesters und einer seiner ältesten Freunde, erklärte ihn zu einem der größten lebenden Poeten, Gesamtkünstler und Freidenker Deutschlands. „Was wären wir alle ohne sein kreatives Schaffen?“

Günter Morlock, zusammen mit dem lindenberg-verrückten „Syndikat L“, Initiator des Denkmal-Projektes, sagte: „Für uns war es eine Pflicht, die Idee mit der Statue auszuhecken.“ Nun steht sie da, 550 Kilo schwer und genau an der Stelle erbaut, an der Klein-Udo vor Jahrzehnten den „Daumen in den Wind“ hielt, um in die weite Welt zu trampen. „Wenn Gustav und Hermine das sehen könnten“, dachte Lindenberg an seine Eltern und all die anderen, die ihm damals nahelegten, lieber etwas Vernünftiges zu lernen. „Und jetzt bauen die Gronauten da diese Statue für mich hin. Wahnsinn!“ Hinter dicker Sonnenbrille verbarg der Rock-Veteran am Vorabend seines 69. Geburtstages ganz offensichtlich echte Rührung. Sein Dank fiel entsprechend großzügig aus: „Eierlikör für alle!“

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