Bilanz der Westfalen AG
Westfalen AG lässt tiefes Tal hinter sich

Münster -

Dr. Carsten Wilken nimmt kein Blatt vor den Mund: „2014 war ausgesprochen enttäuschend“, bilanzierte der Finanzvorstand der Westfalen AG am Dienstag das vergangenen Geschäftsjahr. Die Unternehmensgruppe der Energiebranche büßte im gesamten Konzern Umsatz ein – und zwar um 88,3 Millionen auf nur noch 1,776 Milliarden € .

Dienstag, 14.07.2015, 16:07 Uhr

Deutlich stärker ging das Ergebnis vor Steuern zurück. Der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Fritsch-Albert berichtete von einem Rückgang des Ergebnisses vor Steuern von 26,8 Millionen auf 1,5 Millionen € .

Hauptursache für die eingetrübte Ertragslage war laut Fritsch-Albert der drastisches Rohölpreisverfall, der zum Jahresende eine massive Abwertung der Warenbestände erzwungen hat. Außerdem brachte der milde Winter im Brenngas- und Flaschengasgeschäft starke Absatzeinbußen. Folge: In der Sparte Energieversorgung wurden rote Zahlen geschrieben.

Doch im laufenden Jahr hat sich die Westfalen AG aus dem tiefen Ertragstal gekämpft. „In allen Geschäftsbereichen gibt es eine positive Gewinnentwicklung“, erklärte Wilken .

„Wir sind gut ins Jahr gestartet“, betonte auch Frisch-Albert und verwies auf ein Absatzplus beim Heizenergie-Produkt Westfalengas um 11,3 Prozent in den ersten fünf Monaten 2015. Auch der Kraftstoffabsatz sei an den Tankstellen bis Ende Mai um 3,4 Prozent gewachsen, hieß es. Für das Gesamtjahr zeigte sich Fritsch-Albert dennoch zurückhaltend: „Jegliche Ergebnisprognose ist stark von Unsicherheit geprägt.“

Um die Risiken des Konzerns künftig auf mehr Beine zu verteilen, hat die Westfalen-Gruppe in der Medizintechnik zugekauft. „Ende Mai haben wir einen Mehrheitsanteil von 80 Prozent an der Medica Technik GmbH erworben“, erklärte Fritsch-Albert. Zum Kaufpreis wollte der Westfalen-Chef keine Angaben machen. Medica Technik ist ein Spezialunternehmen für Homecare, Medizin- und Rehatechnik mit Sitz im südwestfälischen Brachbach .

Die Westfalen AG hat Vorsorge getroffen, „damit keine Aktien in fremde Hände kommen“, berichtet der Vorstandschef des Familienunternehmens. 90 Prozent der Anteile halte inzwischen die Fritsch-Albert-Stiftung.

An den Tankstellen sieht die Westfalen AG Auswirkungen der Einrichtung der Markttransparenzstelle durch das Bundeskartellamt im September 2013. „Die drückt die Preise“, sagte Vertriebsvorstand Reiner Ropohl. Der durchschnittliche Spritpreis liege derzeit 15 Prozent unter dem Vorjahreswert.

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