Risiko von Starkregen nimmt zu
Oelde hat es wieder erwischt

Oelde/Münster -

Ein heftiges Unwetter ist in der Nacht zum Dienstag über das östliche Münsterland und Ostwestfalen hinweggezogen. Der dauerhafte Temperaturanstieg sorgt dafür, dass die Wahrscheinlichkeit von Starkniederschlägen und ihre Intensität künftig steigt. Die Ursachenforschung führte bislang zu keinen konkreten Ergebnissen.

Mittwoch, 12.08.2015, 07:08 Uhr

 Nach dem Regen wird im Oelder Bad aufgeräumt.
 Nach dem Regen wird im Oelder Bad aufgeräumt. Foto: Wilfried Gerharz

Vollgelaufene Keller und Klassenräume, verwüsteter Park: Ein heftiges Unwetter ist in der Nacht zum Dienstag über das östliche Münsterland und Ostwestfalen hinweggezogen . Vor allem in Oelde (Kreis Warendorf) richteten heftige Regenfälle großen Schaden an. Die Innenstadt wurde geflutet. Besonders betroffen war ein Park mit dem Freibad, das Stunden später nur noch brauner Brühe glich.

Bis weit in die Nacht gingen in der Leitstelle für Rettungsdienst und Feuerschutz des Kreises Warendorf knapp 600 Notrufe ein. Rund 370 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Sie befreiten zunächst 16 Menschen aus ihren Autos, weil sich auf den überfluteten Straßen die Türen nicht mehr öffnen ließen.

Schweres Unwetter in Oelde

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  • Auch das Park-Bad wurde durch den heftigen Regen in Mitleidenschaft gezogen.

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  • Auch das Park-Bad wurde durch den heftigen Regen in Mitleidenschaft gezogen.

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  • Auch das Park-Bad wurde durch den heftigen Regen in Mitleidenschaft gezogen.

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  • Auch das Park-Bad wurde durch den heftigen Regen in Mitleidenschaft gezogen.

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  • Auch das Park-Bad wurde durch den heftigen Regen in Mitleidenschaft gezogen.

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  • Auch das Park-Bad wurde durch den heftigen Regen in Mitleidenschaft gezogen.

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Die Stadt Oelde hatte bereits 2007 ein starkes Unwetter erlebt und danach vier Millionen Euro in den Hochwasserschutz investiert. „Aber das hat immer noch nicht gereicht“, stellt Matthias Abel, Technischer Beigeordneter der Stadt, fest. Ostwestfalen wurde in diesem Sommer zum dritten Mal getroffen. Örtlich zeigten in der Nacht zu Dienstag dort die Radarauswertungen Niederschlagsmengen von bis zu 100 Litern binnen sechs Stunden.

In der Wissenschaft besteht kaum ein Zweifel, dass die kontinuierliche Erhöhung der globalen erdnahen Mitteltemperatur das Risiko von Wetterextremen zukünftig weiter steigen lässt. Konkrete lokale Ereignisse wie die Starkniederschläge in Oelde darauf zurückzuführen, ist gleichwohl schwierig bis unmöglich.

Freibad in Oelde unter Wasser

Der dauerhafte Temperaturanstieg aber sorgt dafür, dass die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens und ihre Intensität steigt. Experten tun sich schwer, Ursachen für konkrete Einzelereignisse zu finden.

Fest steht: Im Trend steigen die Temperaturen in NRW seit dem Ende der 1980er Jahre verstärkt an, die Zahl der Frosttage sinkt. Bei der Niederschlagsverteilung lässt sich eine Zunahme im Winterhalbjahr beobachten, im Sommer wird der Regen zwar seltener, wenn es jedoch zu Regenfällen kommt, sind diese oft besonders heftig. 

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