Sekundenschlaf
Die Gefahr auf der Autobahn

Münster/Münsterland - 64 Verkehrsunfälle durch Übermüdung oder Sekundenschlaf hat das Polizeipräsidium Münster im Jahr 2014 verzeichnet. 17 davon verursachten Fahrer von Lkw. Sie sind am Lenkrad eingeschlafen. Bei den Unfällen wurde eine Person getötet, sechs Personen schwer und sechs Personen leicht verletzt. Sachschaden: Mehr als eine Million Euro.

Montag, 05.10.2015, 09:10 Uhr

Polizei Gerharz
Viele Autofahrer haben ihn bereits erlebt: Den Sekundenschlaf. Auch und vor allem Lkw-Fahrer sind oft betroffen. Um sie zu informieren und ihnen eine Hilfestellung zu geben, veranstaltet die Polizei einen Fernfahrerstammtisch. Foto: Wilfried Gerharz (Symbolfoto)

Beim Autofahren beeinträchtigt Müdigkeit die Wahrnehmung, auch Halluzinationen können auftreten. Beim Abschätzen von Abständen treten deshalb Fehler auf. Müde Fahrer machen unnötige und ruckartige Lenkradbewegungen oder bremsen ihr Fahrzeug grundlos heftig ab. Insgesamt sind ihre Reaktionen verlangsamt. Die Konzentration sowie Orientierung fallen schwer.

Fernfahrerstammtisch

Zu den Ursachen des Sekundenschlafs, zu den rechtlichen Folgen und Maßnahmen gegen Übermüdung veranstaltet die Polizei einen Fernfahrerstammtisch am 7. Oktober um 17 Uhr an der Rast- und Tankanlage "Münsterland-Ost". Vor Ort sind unter anderem der Verkehrssicherheitsberater beim Polizeipräsidium Münster und Polizeihauptkommissar Christoph Becker

Zur Problematik der gefährlichen Schlafkrankheit "Schlafapnoe", die häufig Ursache ist für den Sekundenschlaf, wird Dr. Hans-Jörg Vieregge vom FranziskusCarré Münster referieren. Er betreibt mit drei
Kollegen ein Schlaflabor in Münster. Manfred Phillip von der Selbsthilfegruppe "Schlafapnoe" Rheine stellt Informationen zur Verfügung und zeigt Warnsymtome, mögliche Folgen und Therapien auf.

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