Innovationspreis Münsterland 2015
Eine Region der Ideen

Münster -

Das Ambiente wirkt jung im Skaters Palace in Münster, die Ausgezeichneten sind kreativ: Bei der Verleihung des Innovationspreises Münsterland 2015 warfen die Gäste am Mittwochabend einen Blick in die Produkt- und Dienstleistungsvielfalt, die sich aus der Region kommend auf den Märkten behauptet. Pfiffige Ideen wurden geehrt. „Es gibt zahlreiche kreative junge Köpfe im Münsterland“, lobte Titus Dittmann, der Vater der deutschen Skateboard-Szene aus Münster, das Potenzial der Region.

Donnerstag, 26.11.2015, 07:11 Uhr

Preisverleihung: (
Preisverleihung: ( Foto: J. Peperhowe

Energie- und Klimaschutz als Weg zum Erfolg

Ein Gemeinsamkeit haben alle sechs geehrten Preisträger: Mit ihren Innovationen tragen sie dazu bei, Ressourcen zu schonen und erneuerbare Energien effektiver einzusetzen. „Das zeigt, wie untrennbar der Energie- und Klimaschutzbereich mittlerweile mit dem Unternehmenserfolg verbunden ist“, sagte Klaus Ehling, Vorstand des Münsterland e.V. „Wir freuen uns deshalb, mit dem Innovationspreis nicht nur die Unternehmen für ihre Kreativität auszuzeichnen, sondern auch dem Umweltschutzgedanken noch mehr Gewicht verleihen zu können.“ Talente zu finden und auch an die Region zu binden, hält Ehling für besonders wichtig.

70 Bewerbungen für den Innovationspreis

Der Münsterland e.V. vergibt den Innovationspreis Münsterland bereits seit 1993 alle zwei Jahre für besondere Entwicklungen und zukunftsweisende Ideen im Münsterland – und zwar gemeinsam mit den Förderern des Wettbewerbs, den Sparkassen des Münsterlandes, der Westfälischen Provinzial Versicherung und RWE Deutschland. 70 Bewerbungen waren in diesem Jahr eingegangen. Die besten 16 Ideen wurden vorgestellt.

Das Rahmenprogramm war am Mittwochabend gleich zweifach passend: innovativ wie der vergebene Preis und voll jugendlichem Charme wie der Skaters Palace. So zeigte der BMX-Künstler Kevin Nikulski sein Können. Der 20-jährige Dortmunder nimmt als derzeit jüngster BMX-Profi an der WM teil. Jun-Ho Gabriel Yeo überzeugte mit seinem Piano-Solo der „Rhapsody in Blue“ von George Gershwin. Der 17-jährige Münsteraner hatte erst vor zehn Tagen den Förderpreis Musik der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit erhalten.

Die Preisträger

In vier Kategorien wurde der Innovationspreis vergeben, hinzu kamen zwei Sonderpreise. Die Sieger:

Start-up: Mit einer Innovation, die wohl so mancher Münsteraner gerne beim verheerenden Hochwasser am 28. Juli 2014 gehabt hätte, ging der Sieg an einen münsterischen Lokalmatador, die Aquaburg Hochwasserschutz GmbH. Das vor gut zwei Jahren gegründete Unternehmen hat eine mobile Hochwasserschutzwand, die AquaWand, entwickelt.

Energie innovativ: Die Grunewald GmbH & Co. KG aus Bocholt hat beim Neubau ihrer Gießerei das Herstellungsverfahren für den in der Gießerei nötigen Formsand so stark verbessert, dass eine identische Zahl an Mitarbeitern jetzt ein Viertel mehr Gussteile als noch vor drei Jahren produzieren kann.

Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft: Mehr Platz, um Waren in Großraumwechsel-Containern auf Lkw und im kombinierten Verkehr mit der Bahn zu transportieren, hat die Wecon GmbH aus Ascheberg mit dem „Imperator Tellisys“ und „Imperator Automotive“ geschaffen.

Wirtschaft: Die schwierige, mitunter gefährliche Reinigung von Solar- und PV-Anlagen auf Dächern könnte dank der Innovation der TG hyLIFT GmbH aus Gronau-Epe der Vergangenheit angehören. Die Firma hat die erste automatische Reinigungsmaschine entwickelt.

Sonderpreis „Software“:

Die beemo GmbH aus Münster hat als Spin-off der Fachhochschule Münster den Fahrradroutenplaner Naviki entwickelt, der weltweit genutzt wird.

Sonderpreis „klein und pfiffig“: Tischlermeister Alexander Richter aus Telgte erhielt diesen Preis für seinen Bau-Mini-Lift „Flipper“.

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