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Wundersames „Wonderland“: Zwei Niederländer gründen Fantasiestaat im Grenzgebiet

Emlichheim - Zwei Wohnwagen, zwei Männer und ein Hund mitten in einem Gewerbegebiet: Ist das Camping oder eine Staatsgründung? Zwei Männer haben an der deutsch-niederländischen Grenze einen Landstreifen mit Fähnchen abgesteckt und den Fantasiestaat „Wonderland“ ausgerufen. Die Nachbarstaaten Deutschland und Niederlande können darüber gar nicht lachen.

Donnerstag, 26.11.2015, 16:11 Uhr

Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.
Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet. Foto: dpa

In ihrem Territorium, das die beiden selbsternannten Staatsgründer mit Fähnchen abgesteckt haben, solle ein Gegenmodell zu bisherigen Lebensformen entstehen. Das 3000 Quadratmeter große Gebiet liege zwischen den beiden Staatsgrenzen, sagten sie am Donnerstag. Bei den angrenzenden Gemeinden Coevorden (Niederlande) und Emlichheim (Deutschland) stößt die Staatsgründung aber auf Ablehnung.

Zwei Niederländer gründen Fantasiestaat "Wonderland"

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  • Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.

    Foto: dpa
  • Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.

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  • Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.

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  • Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.

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  • Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.

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  • Im Grenzgebiet zwischen den Niederlanden und Deutschland im Europark bei Coevorden/Niederlande haben die beiden Holländer Yoshi Livo (l) und Rene van Reenen ihr Camp "Wonderland" angerichtet.

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„Was würden Sie tun, wenn Sie die Möglichkeit haben, in einem Stück Niemandsland ihr eigenes Land zu schaffen?“, werben die Aktivisten von „Wunderland“ für ihre kuriose Aktion. Die Bewohner könnten ihre eigenen Regeln erfinden und ihr eigenes Geld verdienen, ohne nur an den Profit zu denken. „Wir wollen mit ganz wenigen Gesetzen auskommen“, erklärte Yoshi Livo die Idee, „im Zusammenleben stellen wir Teile des gesellschaftlichen Systems infrage und finden Wege für ein neues Miteinander“. Viele Menschen wollten einen gesellschaftlichen Wandel, wüssten aber keinen Weg dorthin.

So ähnlich sieht es auch René van Reenen, der seit vier Wochen mit seinem Hund „Luna“ neben Yoshi Livo auf der kleinen Wiese campiert. Ursprünglich habe das Gebiet einem niederländischen Bauern gehört, der das Land aufgegeben habe. Die genaue Grenzziehung hätten beide Staaten später jeweils unterschiedlich definiert. Im Ergebnis gebe es einen 485 mal sechs Meter breiten Streifen ohne klaren Besitzer - darauf haben die Besetzer nun Ansprüche erhoben.

„Das geht so nicht, denn die Rechtslage ist klar“, widersprach dagegen Samtgemeindebürgermeisterin Daniela Kösters im benachbarten Emlichheim. Die niederländische Nachbargemeinde Coevorden habe das Gelände gekauft. Dort solle das länderübergreifende Gewerbegebiet „Europark“ erweitert werden. Ein Unternehmen stehe auch schon als Investor bereit.

Wie das Ganze ausgeht, ist derzeit unklar. Besetzer und die Gemeinde Coevorden wollten noch einmal Gespräche über die Lage führen. Die beiden Bewohner von „ Wonderland “ schließen nicht aus, dass sie mit einem Polizeieinsatz aus ihrem Fantasiestaat vertrieben werden.

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