Ex-Bürgermeister Heinz Steingröver starb mit 73 Jahren
Ein Ibbenbürener Urgestein

Er war mit 73 Jahren der älteste Bürgermeister des Münsterlandes. Seine Pensionierung hat Heinz Steingröver nur kurz überlebt.

Montag, 30.11.2015, 18:11 Uhr

Heinz Steingröver in den letzten Tagen seiner Dienstzeit als Ibbenbürens Bürgermeister.
Heinz Steingröver in den letzten Tagen seiner Dienstzeit als Ibbenbürens Bürgermeister. Foto: Günter Benning

 Ibbenbüren. Fassungslosigkeit, Sprachlosigkeit und große Trauer: Ibbenbürens ehemaliger Bürgermeister Heinz Steingröver ist tot. Der 73-Jährige verstarb am Montagmorgen in seinem Haus in Ibbenbüren. „Wir sind fassungslos und sprachlos“, zeigte sich der neue Bürgermeister Dr. Marc Schrameyer tief getroffen vom plötzlichen und unerwarteten Tod seines Amtsvorgängers.

Noch am Freitag hatte Heinz Steingröver die Eröffnung von „ibb on Ice“ besucht, einer großen Eisbahn direkt vor dem Rathaus. Montagmorgen war er noch in seinem Garten aktiv.

Heinz Steingröver war ein politisches Urgestein. Seit seiner Jugend war er aktiv in der SPD. Seit 1980 war er Ratsmitglied, als Fraktionschef hat er entscheidend das Bild der Stadt geprägt.

Darüber hinaus hat er sich ehrenamtlich für die Kinderhilfsorganisation „Terres des Hommes“ eingesetzt, deren Bundesvorsitzender er zeitweise war.

Bis September 2015 war er in seiner zweiten Wahlzeit der älteste Bürgermeister des Münsterlandes. Mit 68 Jahren war er erneut ins Amt gewählt worden – auch ein Zeichen dafür, wie prägend Steingröver in seiner Stadt war.

Gebürtig stammt er aus dem Ibbenbürener Stadtteil Laggenbeck. Steingröver studierte Englisch, Geschichte und Pädagogik in Münster. Er war von 1970 bis 2004 Lehrer am Kepler Gymnasium. Von 1979 bis 1988 war er Hauptseminarleiter in Rheine, von 1988 bis 2004 er Schulleiter des Gymnasiums, bis er 2004 die Wahl zum Bürgermeister Ibbenbürens gewann.[

Am 20. Oktober hatte die elfjährige Amtszeit von Heinz Steingröver als Bürgermeister geendet, er ging in den wohlverdienten Ruhestand. Er hinterlässt seine Frau und drei erwachsene Kinder.

Mit seiner zweiten Frau, einer Inderin, die für eine internationale Organisation in den Niederlanden arbeitet, hatte er einen zweiten Wohnsitz in Amsterdam. Wenn er einmal in den Ruhestand trete, hatte er in seinem letzten großen Interview gesagt, wollte er dort mehr Zeit verbringen.

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