Das zweite Opfer des „Münsterlandmörders“
Disco-Wochenende endet tödlich

Schüttorf / Rheine / Schöppingen -

Die 20-jährige Barbara Storm aus Schüttorf wird nur sechs Monate nach Edeltraud van Boxel ermordet. Die 1,68 Meter große und schlanke junge Frau mit den langen schwarzen Haaren ist bekannt dafür, dass sie hin und wieder als Anhalterin unterwegs ist.

Mittwoch, 02.12.2015, 10:12 Uhr

Barbara Storm wurde nur 20 Jahre alt. Sie starb zwischen dem Abend des 15. Mai und dem 17. Mai.
Barbara Storm wurde nur 20 Jahre alt. Sie starb zwischen dem Abend des 15. Mai und dem 17. Mai. Foto: Polizei

Doch zuletzt gesehen wird sie in der Diskothek „Tenne“ an der Neuenkirchener Straße in Rheine.

Barbara Storm verlässt am Samstag, 13. Mai 1972, gegen 19.30 Uhr ihr Zuhause in Schüttorf. Sie wird gesehen, wie sie ein Auto in Richtung Rheine stoppt und einsteigt. Diese Fahrt verläuft wohl ohne Zwischenfall. Jedenfalls wird die 20-Jährige sowohl am Samstag als auch am Sonntag in der Diskothek „Tenne“ gesehen. Sie trägt einen grünen Hosenzug sowie darüber eine rote Knautschlackjacke.

Die rote Tasche bleibt verschwunden.

Die rote Tasche bleibt verschwunden. Foto: Polizei

Wo sie am Wochenende übernachtet hat, ist unbekannt. Aber es gibt Zeugen, die Barbara Storm am Montag, 15. Mai, oder Dienstag, 16. Mai, in Schüttorf gesehen haben wollen. Sie soll in Begleitung eines 20- bis 30-jährigen Mannes gewesen sein, der etwa 1,75 bis 1,80 Meter groß war, schlank und ein narbiges Gesicht (vielleicht Aknenarben) gehabt haben soll. Ziemlich sicher ist, dass Barbara Storm auch am Montag noch gelebt hat. Am Nachmittag ruft sie bei ihrer Bank in Schüttorf an, um sich nach ihrem Kontostand zu erkundigen, und am Abend wird sie erneut in der „Tenne“ gesehen. Sie verlässt die Diskothek gegen 22.30 Uhr in Begleitung eines jungen Mannes. Der Mann ist laut Zeugenaussagen 20 bis 25 Jahre alt, etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß und trägt sein mittelblondes Haar in der Mitte gescheitelt. Das LKA fertigt später nach den Zeugenaussagen ein Phantombild an. Doch der Begleiter Barbara Storms kann nie ermittelt werden.

Nur zwei Tage nachdem sie beim Verlassen der „Tenne“ in Rheine am Montagabend gesehen worden ist, wird am Mittwoch, 17. Mai, der Leichnam Barbara Storms in der Bauerschaft Stroemfeld/Schöppingen gefunden. Der Fundort, bekannt als Treffpunkt von Liebespaaren, liegt an einem unbefestigten Abzweig der L 579 in einem Wäldchen. Die L 579 verbindet Schöppingen und Gronau. Von Rheine gab es 1972 aber auch eine relativ direkte Straßenverbindung über Neuenkirchen, Wettringen und Metelen nach Schöppingen.

Barbara Storm ist erwürgt worden, auch sie ist an ihrem Fundort nur abgelegt worden und es hat keinen Geschlechtsverkehr gegeben. Verschwunden bleiben die Handtasche der jungen Frau und ihr rechter Schuh.

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