Franziskanerinnen helfen
Kloster wird eine WG für Flüchtlinge

Lüdinghausen -

Ungewöhnliche Wohngemeinschaft: 67 Jugendliche, die aus ihrer Heimat geflohen sind, sollen noch im Dezember in Seppenrade vorübergehend eine neue Heimat finden – in einem Kloster der Franziskanerinnen.

Mittwoch, 02.12.2015, 13:12 Uhr

67 unbegleitete Flüchtlinge ziehen in ein Kloster der Franziskanerinnen ein.
67 unbegleitete Flüchtlinge ziehen in ein Kloster der Franziskanerinnen ein. Foto: dpa

Im St.-Josefs-Haus in Lüdinghausen-Seppenrade sollen diesen Monat 67 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eine – vorübergehende – neue Heimat finden. Die Räume haben die Franziskanerinnen von St. Mauritz in Münster bereit gestellt. „Aus der Klosteranlage ist eine moderne WG geworden“, beschrieb Christoph Schlütermann, Vorstand des DRK-Kreisverbandes Coesfeld, die Unterbringung am Montagabend.

Während der Informationsveranstaltung erläuterte Landrat Christian Schulze Pellengahr, dass der Aufenthalt in Seppenrade für die Jugendlichen nur eine „Brückenlösung“ sei, bis sie etwa in Einrichtungen der Erziehungshilfe oder Pflegefamilien vermittelt werden könnten.

Die Betreuung der Flüchtlinge übernimmt das DRK. Das stelle sich der „neuen Herausforderung“ gerne, sagte Schlütermann. Und: „Die Jugendlichen brauchen unseren Schutz.“ Die Bedingungen im St.-Josefs-Haus seien „wunderbar“. Dabei strich er die professionelle Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Jugendlichen heraus. Die neuen Bewohner bezeichnete er als „liebenswürdige, aufgeschlossene Menschen“. Sie seien überaus wissbegierig. „Die wollen hier Fuß fassen.“

Auf die Frage, wie lange sie in Seppenrade blieben, wusste niemand eine Antwort. Ob aus den angepeilten vier Wochen mehr werden könnte, sei nicht abzusehen, sagte Schlütermann.

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