Frühlingsanfang
Start der Fohlen-Saison: Pferdekinder im Münsterland

Zaghaft sprießen bereits Krokusse, hier und dort werden erste Kraniche gesichtet - und die Fohlensaison hat begonnen. Wir hatten Sie gebeten, uns die Fotos Ihrer neugeborenen Fohlen zuzusenden. Zahlreiche Einsendungen mit gelungenen Bildern der ersten Pferdekinder haben uns erreicht.

Mittwoch, 02.03.2016, 14:03 Uhr

Frühlingsanfang : Start der Fohlen-Saison: Pferdekinder im Münsterland
Echte Frühlingsboten: Wenn die ersten Fühlen geboren sind, lassen meist auch die ersten warmen Tage nicht mehr lang auf sich warten. Foto: Heike Schettler

Es ist Anfang März, noch längst ist man nicht in Frühlingsstimmung. Doch die ersten Vorboten der "grünen Saison" sind schon da: Im Münsterland wurden bereits die ersten Fohlen geboren. Die Fohlensaison startet Ende Januar und reicht bis in den Sommer hinein. Die meisten Sprösslinge werden jedoch im März, April oder Mai geboren. Sie sind echte Frühlingskinder.

Dass bereits in einigen Ställen Westfalens der erste vierbeinige Nachwuchs das Licht der Welt erblickt hat, belegt die tolle Resonanz auf unseren Leseraufruf. Die WN-Leser haben uns zahlreiche Fotos der ersten Fohlen des Jahres zugeschickt.

Besonders charmant ist das in Saerbeck geborene Fohlen der Mutterstute "Ella": Hierbei handelt es sich um eine echtes Überraschungskind, denn mit der Schwangerschaft von Ella hatte niemand gerechnet. In Haltern am See brachte die Stute "Via Rossa" pünktlich zum Valentinstag ein imposantes Hengstfohlen auf die Welt. Die Züchter des Hofs Brentano freuen sich über eine hübsche kleine Stute, die nun ihren ersten Frühling erlebt. Und ein zuckersüßes Ponyfohlen mit auffälliger Färbung trägt den außergewöhnlichen Namen "Der kleine Eisbär". Alle Fohlenbilder sind in der Fotostrecke einsehbar.

Fotostrecke: Die neugeborenen Fohlen der WN-Leser

Der Frühling naht: Die ersten Fohlen sind da!

1/38
  • Dieses bildhübsche Hengstfohlen sucht noch nach einem schönen Namen mit dem Anfangsbuchstaben "B". Schon jetzt ist der kleine Hengst ein echter Wildfang. 

    Foto: Birga Jelinek
  • Gemeinsam mit seiner Mutter erkundet der Wonneproppen schonmal die Weide bei bestem Wetter. 

    Foto: Birga Jelinek
  • Der Kleine wurde vor kurzer Zeit in St. Arnold, Neuenkirchen geboren. 

    Foto: Birga Jelinek
  • Das Hengstfohlen kann auf eine erfolgreiche Familie verweisen: Sein Vater "Baccardi" ist ein westfälischer Prämienhengst. Seine Großvater "Lissaro" war sogar einst Bundeschampion der jungen Dressurpferde. Einer großen Karriere im Turniersport steht also nichts mehr im Wege.

    Foto: Birga Jelinek
  • Die Öhrchen gespitzt, der Blick aufmerksam: Dieses quietschfidele Pferdekind hat einen tollen Frühling vor sich.

    Foto: Birga Jelinek
  • Hier ist "Campino Charmeur" zu sehen. Der hübsche Fuchs ist Melina Rehbeins ganzer Stolz. Geboren wurde er in Lüdinghausen.

    Foto: Melina Rehbein
  • Der kleine "Baltimore R" ist auf diesen Fotos erst einen Tag alt. Geboren wurde er am 2. März.

    Foto: Heike Schettler
  • Der kleine Fuchs ist einer der allerersten Nachkommen des Hengstes "Bon Coeur". Schon bald wird das hübsche Hengstfohlen bestimmt die Weiden unsicher machen.

    Foto: Heike Schettler
  • Dieses kleine, noch namenlose Stutfohlen hat in Saerbeck das Licht der Welt erblickt.

    Foto: Johanna Hofmann
  • Der örtliche Reitverein kaufte die Mutter des Fohlens, eine Stute namens "Ella", vor einem Jahr als Schulpferd. Von Tag zu Tag wurde sie dicker, bis sich heraus stellte: Man hatte nicht nur ein Pony gekauft.

    Foto: Johanna Hofmann
  • Da alle Beteiligten weder wussten, wann genau das Fohlen geboren werden sollte, noch wer der Vater ist, waren alle doppelt gespannt. Wie würde das Pferdekind wohl aussehen?

    Foto: Johanna Hofmann
  • Trotz dieser besonderen Umstände hat das Stutfohlen alle Herzen im Sturm erobert und die gesamte Stallgemeinschaft freut sich über den Nachwuchs.

    Foto: Johanna Hofmann
  • Putzmunter ist das vor wenigen Tagen geborene Stutfohlen. An der Seite seiner Mutter genießt es die ersten frühlingshaften Sonnenstrahlen.

    Foto: Johanna Hofmann
  • Die Stute Via Rossa schenkte dem Züchter Rolf Schettler, wie auf Bestellung, am Valentinstag, ein gesundes Fuchsfohlen.

    Foto: Heike Schettler
  • Der Vater des putzigen Fuchsfohlens trägt den Namen "Fürst Fohlenhof". Dementsprechend wird nun ein passender Name mit dem Anfangsbuchstaben F gesucht.

    Foto: Heike Schettler
  • Wer schneidet denn da Grimassen? Der junge Hengst ist schon jetzt ein echter Frechdachs.

    Foto: Heike Schettler
  • Geboren wurde das Pferdekind in Haltern am See.

    Foto: Heike Schettler
  • Beim ersten Ausflug zusammen mit der Mutterstute erkundete das Fohlen die heimischen Weiden.

    Foto: Heike Schettler
  • Wie die Mutter, so der Sohn: Die Ähnlichkeit ist frappierend.

    Foto: Heike Schettler
  • Dieses braune Stutfohlen kam auf dem Hof Brentano zur Welt.

    Foto: Sandra Schmit
  • Am 17. Februar 2016 erblickte das kerngesunde Fohlen das Licht der Welt.

    Foto: Sandra Schmit
  • Der Nachwuchs kam in Bawinkel zur Welt.

    Foto: Sandra Schmit
  • Dieser tolle Schnappschuss gelang Sandra Schmit. Schon jetzt ist das kleine Stutfohlen sehr fotogen.

    Foto: Sandra Schmit
  • Wie man gut erkennen kann, sucht das Fohlen schon jetzt die Nähe "seiner" Menschen: Streicheleinheiten sind immer willkommen.

    Foto: Sandra Schmit
  • Die ersten Tage seines Lebens verbringt das noch namenlose Fohlen bei schönem Wetter an der frischen Luft.

    Foto: Sandra Schmit
  • Schon wenige Tage nach der Geburt ist die junge Stute ein echtes Kraftpaket.

    Foto: Sandra Schmit
  • Die Zuchtstute "Lona" brachte diesen Wonneproppen zur Welt.

    Foto: Sandra Schmit
  • Bei bestem Frühlingswetter erkundet so manches Fohlen gern die Welt.

    Foto: Sandra Schmit
  • Dieses traumhaft schöne Palominofohlen übt sich schon jetzt in großer Dressur.

    Foto: Inga Berendson
  • Inga Berendsons Reitponystute brachte das Hengstfohlen am 13.02.2016 zur Welt.

    Foto: Inga Berendson
  • Der Vater des Wonneproppens ist der Hengst "Dating AT".

    Foto: Inga Berendson
  • Das fröhliche Fohlen wurde auf den Namen "Der kleine Eisbär" getauft.

    Foto: Inga Berendson
  • Dieses zuckersüße Hengstfohlen wurde auf dem Reiterhof Forstbachtal geboren.

    Foto: Reiterhof Forstbachtal
  • Schon bald wird er mit seiner Mama die Frühlingsweiden erkunden.

    Foto: Reiterhof Forstbachtal
  • Am 19. Januar kam der kleine westfälische Hengst zur Welt.

    Foto: Reiterhof Forstbachtal
  • Dieser kleine Sprössling kam am 18. Februar zur Welt. Seine Zuchtstätte ist der Stall Eierding. Er hört auf den Namen "Emil E".

    Foto: Zuchtstall Eierding
  • Schon jetzt ist der braune Hengst lebhaft und tollt herum. Ein richtiger "Halbstarker" eben.

    Foto: Zuchtstall Eierding
  • In der Ahnentafel des Fohlens finden sich die bekannten Dressurpferde "Ehrenpreis" und "Florestan". Möglicherweise hat also auch das kleine Pferdekind eine Karriere als Sportpferd vor sich.

    Foto: Zuchtstall Eierding

Das Münsterland als Ballungsgebiet der Pferdezucht kann jährlich mit so einigen Pferdekindern aufwarten: Laut „Die Welt“ gibt es in NRW rund 13.000 Pferdezüchter. Dass in den kommenden Monaten also noch zahlreiche Fohlen in Münster und Umgebung zur Welt kommen werden, ist sicher.

Die Mutterstuten sind elf Monate lang trächtig, bevor die Wehen einsetzen. Dann geht meist alles ganz schnell, und schon kurze Zeit nach der Geburt versucht das Neugeborene, sich aufzurappeln. Dafür sorgt der natürliche Sauginstinkt: Das Fohlen verspürt den Drang, das Euter der Stute zu suchen. Zunächst steht der Sprössling zwar noch auf wackeligen Beinen, doch schon am Tag nach der Geburt kann das Fohlen die ersten Spaziergänge gemeinsam mit der Mutterstute wagen.

Geburt eines Fohlens

Viele Stuten brauchen keine menschliche Hilfe bei der Geburt. Nur, wenn es zu Komplikationen kommt, sollte ein Fachmann nachhelfen. Der Tierarzt zieht im Takt der Wehen vorsichtig an den Vorderbeinen des Fohlens - diese sind das erste Körperteil, das vom Neugeborenen zu sehen ist. Bei der Geburt wird die Nabelschnur automatisch durchtrennt. Auch die Eihaut, in die das Fohlen eingeschlossen ist, reißt meist von selbst auf. Zur Not muss sie an den Nüstern des Neugeborenen entfernt werden, um die Atmung zu gewährleisten. Anschließend leckt die Stute ihren Nachwuchs trocken. Wenn das Fohlen es geschafft hat, sich aufzurichten, sucht es automatisch nach dem Euter der Mutter, um Milch zu trinken. Dies ist lebenswichtig, da die sogenannte „Biestmilch“ in den ersten Stunden nach der Geburt besonders viele Nährstoffe enthält, die wichtig für das Immunsystem des Fohlens sind.

...

Wir wünschen einen schönen meteorologischen Frühlingsanfang und allen Pferdezüchtern einen guten Start in die „grüne Saison“.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3842191?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F4848620%2F4848630%2F
Nachrichten-Ticker