Polizeibilanz
Mehr Gewalt gegen Flüchtlingsheime

Münster -

Angriffe auf Flüchtlingsheime im Münsterland haben im zweiten Halbjahr 2015 zugenommen. Der Polizeipräsident in Münster ist alarmiert.

Dienstag, 15.03.2016, 11:03 Uhr

Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch nennt die Entwicklung „besorgniserregend“.
Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch nennt die Entwicklung „besorgniserregend“. Foto: Oliver Werner

 „Besorgniserregend“ nennt Münsters Polizeipräsident Hans-Joachim Kuhlisch diese Entwicklung: Im zwei­ten Halbjahr 2015 ist im Münsterland die Zahl der Straftaten, die sich gegen Flüchtlingsheime und die dort lebenden Menschen richteten, deutlich angestiegen. 22 Fälle verzeichnete der Staatsschutz von Juli bis Dezember in der Stadt Münster und den vier umliegenden Kreisen – darunter Brandstiftung, Volksverhetzung und Körperverletzung.

Im ersten Halbjahr zählte die Polizei nach eigenen Angaben neun Straftaten in diesem Bereich. In der zweiten Jahreshälfte wurden vielerorts neue Flüchtlings­heime eröffnet. Angesichts der insgesamt 31 „meist rechts orientierten“ Taten spricht Kuhlisch von einer „Eskalation“. Sie fange als Vorstufe im Internet an und steigere sich dann.

Im Kreis Borken registrierte die Polizei 2015 zwölf ­Delikte gegen Flüchtlings­heime. In den Kreisen Steinfurt (6), Warendorf (5), Coesfeld (4) und der Stadt Münster (4) waren es weniger. Dieser Delikts­bereich verdiene gesellschaftlich besondere Aufmerksamkeit, so Kuhlisch.

Was Kriminalität durch Flüchtlinge angeht, bilanziert Kuhlisch unter Verweis auf die Kriminalstatistik : „Weitestgehend unauffällig.“

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