Machtkampf im Dülmener Rathaus
Bürgermeisterin: „Antrag ist Affront“

Dülmen -

Im Bürgermeisterwahlkampf passte kein Blatt Papier zwischen Amtsinhaberin Lisa Stremlau und CDU-Herausforderer Clemens A. Leushacke. Damit ist es nun vorbei. Am Donnerstag kam es zum Showdown.

Freitag, 01.07.2016, 10:07 Uhr

Weit auseinander sind die Ansichten von Lisa Stemlau und dem Dülmener CDU-Fraktionschef Willi Wessels.
Weit auseinander sind die Ansichten von Lisa Stemlau und dem Dülmener CDU-Fraktionschef Willi Wessels. Foto: Markus Michalak

Trotz ihres SPD-Parteibuchs hatte Stremlau stets versichert, die Bürgermeisterin aller Dülmener zu sein, und im Wahlkampf auf jede Form von Parteipolitik verzichtet. Ihr Wahlergebnis von mehr als 70 Prozent war für die CDU , die die Mehrheit im Stadtrat stellt, ein schwer zu verkraftender Schlag ins Kontor.

Am Donnerstag kam es zum Showdown im Rathaus . Die CDU hat einen Antrag formuliert, der die Bürgermeisterin in ihren Zuständigkeiten deutlich beschneidet. So sollen ihrem Dezernat Schule und Finanzen weggenommen werden. Aus Sicht der CDU geht es bei ihrem Antrag, eine zusätzliche Beigeordnete einzustellen, darum, die exzellente Arbeit der Verwaltungsspitze auch nach der Ära Stremlau und ihrer ersten Beigeordneten Christa Krollzig (CDU) sicherzustellen, aus Sicht der Bürgermeisterin geht es allein um ihre Demontage. Die CDU macht seit Anfang Juni keinen Stich mehr bei Stremlau. „Ich empfinde diesen Antrag als einen Affront gegen mich und halte einen zusätzlichen Beigeordneten für überflüssig“, erklärte Stremlau.

Das letzte Wort in diesem Machtkampf dürften die Bezirksregierung und das Land NRW als Kommunalaufsicht haben. Lisa Stremlau will die Ratsentscheidung juristisch beanstanden.

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