Osnabrücker Wallfahrt
Gut 10 000 Teilnehmer bei Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte

Früh aus dem Bett mussten die Teilnehmer an der Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte am Samstag. Am Nachmittag erreichte der große Tross dann glücklich die Kleinstadt bei Münster - bei idealem Wanderwetter.

Samstag, 09.07.2016, 14:07 Uhr

Osnabrücker Wallfahrt : Gut 10 000 Teilnehmer bei Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte
Foto: dpa / lnw

Bei freundlichem und nicht zu heißem Sommerwetter sind am Samstag nach Veranstalterangaben gut 10 000 Wallfahrer von Osnabrück ins münsterländische Telgte gepilgert. „Unsere Erwartungen sind übertroffen worden“, sagte Organisator Karlheinz Schomaker . Eigentlich hatte er mit rund 8500 Teilnehmern gerechnet.Am Samstagnachmittag erreichte der Tross die Emswiesen bei Telgte. Gut 2000 Wallfahrer wollen in der münsterländischen Kleinstadt übernachten und am Sonntag wieder zurück nach Osnabrück laufen. „Der Großteil wird abgeholt, von Familienangehörigen oder von Bussen“, sagte Schomaker.Bei der 164. Auflage der Osnabrücker Wallfahrt kamen wie in den Jahren zuvor die Teilnehmer aus ganz Deutschland und darüber hinaus. So reisten einige Pilger aus der Schweiz, aus Bayern, Baden-Württemberg oder Schleswig-Holstein an, erklärte Schomaker: „Viele wurden von ihren Familienangehörigen oder Freunden auf die Wallfahrt aufmerksam gemacht und sind dann so begeistert, dass sie auch regelmäßig mitmachen.“

Das Wetter sei dieses Mal ideal gewesen für die 46 Kilometer lange Strecke: Teils Wolken, teils Sonne und ein leichter Wind habe die Tour bei 23 Grad angenehm gemacht. Die Sanitäter hätten kaum etwas zu tun gehabt. „Einige Pilger mussten sich nur die Waden massieren lassen - das Laufen auf dem Asphalt ist doch anstrengend“, sagte er. Für die Teilnahme mussten die Wallfahrer früh aufstehen: Die Reise begann um 3 Uhr in der Früh in der Osnabrücker Innenstadt.

Der 74 Jahre alte Schomaker organisierte zum 30. Mal die Pilgerreise zum Gnadenbild der Gottesmutter Maria in der münsterländischen Kleinstadt. Die Wallfahrt stand unter dem Motto „Hilfe, Herz und Hoffnung“. Neben der Fußwallfahrt nach Altötting gehört die Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte zu den teilnehmerstärksten in Deutschland.Im März 1852 hatten Osnabrücker Bürger den Wunsch geäußert, am Fest Mariä Heimsuchung eine Pilgerreise nach Telgte zum Gnadenbild zu unternehmen. In den Kriegsjahren 1864 bis 1866, 1914 bis 1918 und zwischen 1938 und 1944 war die Wallfahrt zwar verboten. Aber auch in diesen Zeiten machten sich viele Gläubige auf den Weg.

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