Arnsberger Bergbaubehörde genehmigt Testbetrieb
In Ascheberg wird probeweise Erdgas gefördert

Lüdinghausen -

Jetzt wird es ernst: Die Bezirksregierung in Arnsberg hat der Firma Hammgas die Erlaubnis für eine Probeförderung auf der Bohrstelle im Ascheberger Ortsteil Herbern erteilt.

Mittwoch, 10.08.2016, 11:08 Uhr

Seit Mai sucht der Bohrer den Weg in die Tiefe. Rund 1300 Meter weiter unten wird das Gas vermutet.
Seit Mai sucht der Bohrer den Weg in die Tiefe. Rund 1300 Meter weiter unten wird das Gas vermutet. Foto: Wilfried Gerharz

Das hat die landesweit für Bergbaufragen zuständige Behörde am Dienstag mitgeteilt. Der zugelassene Testbetrieb sei als Bestandteil des Hauptbetriebsplans von Anfang an vorgesehen gewesen, teilten die Arnsberger weiter mit. „Umweltauswirkungen“ erwartet die Behörde weder „übertägig noch im Bohrloch“. Die Probeförderung „wird voraussichtlich drei Wochen in Anspruch nehmen“.

Die Hammgas , ein Konsortium aus mehreren Unternehmen, sucht seit Mai dieses Jahres in der Bauerschaft Nordick nach Flözgas. Das vermutet das Un­ter­nehmen, das unter Führung der Hammer Stadtwerke agiert, am Ende einer rund 1300 Meter langen Bohrleitung.

Vor der Hacke ist es duster, sagt der Bergmann. Was für die Kohle gilt, ist beim Gas nicht anders. Ob sich dort un­ten letztlich wirklich förderbares Erdgas befindet, „wissen wir nicht“, sagt Ralf Presse , Geschäftsführer der Hammgas GmbH. Zehn Milliarden Kubikmeter Gas vermutet das Konsortium je­denfalls in Nordick. 25 bis 30 Jahre würde es dauern, das Feld leerzuräumen.

Klar, das umstrittene Fracking-Verfahren wird nicht angewendet . Das hatte die Hammgas schon ausgeschlossen, bevor es definitiv verboten war.

Fotostrecke: Erdgas-Suche in Ascheberg

Erdgas-Suche in Ascheberg

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  • Der Unternehmensverbund „Hamm-Gas“ führt eine sogenannte Aufsuchungsbohrung nach Flözgas in Nordick durch.

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  • Fracking ist bei der erteilten Bohrerlaubnis jedoch ausgeschlossen.

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  • Die Firma „Hamm-Gas“ hatte im Mai 2015 die Zulassung für die Bohrung „Herbern 58“ in der Bauerschaft Nordick zur Suche nach Flözgas beantragt und Anfang 2016 genehmigt bekommen.

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  • Gespannt warten Ralf Presse (l.) und Andreas Tönies ab, ob die Suche nach Gas erfolgreich sein wird.

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  • Durch Auflagen wird sichergestellt, dass die Bohrungen umweltverträglich und in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben durchgeführt werden.

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  • Oberste Priorität hat bei den Arbeiten in Nordick der Gewässer- und Grundwasserschutz.

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  • Erdgas-Suche in Ascheberg Foto: Wilfried Gerharz
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