Defizit steigt 2017 auf 228 Millionen Euro
Dickes Loch im LWL-Etat

Münster - Auf die Städte, Kreise und Gemeinden in Westfalen-Lippe kommt eine weitere finanzielle Last zu.

Montag, 29.08.2016, 01:08 Uhr

Matthias Löb 
Matthias Löb  Foto: Wilfried Gerharz

In den nächsten Tagen erhalten die Kämmerer Post von ihrem Landschaftsverband . Wie aus dem Kommunalverband durchsickerte, kündigt darin LWL-Chef Matthias Löb für 2017 eine überraschend hohe Lücke im Etat an. Der Landschaftsverband bestätigte das Loch von 228 Millionen Euro – nach 42,5 Millionen Euro 2016.

Einspringen müssen jetzt die Mitglieder. Nach Berechnungen des LWL müsste der Beitrag zum Beispiel für die Stadt Dortmund von 183 auf über 203 Millionen Euro stei­gen, um die Lücke zu schließen. Beim Kreis Olpe läge der Verbandsbeitrag um zehn Prozent höher und kletterte auf über 35 Millionen Euro. Grund für den extremen Anstieg bei den Ausgaben sind Gesetzänderungen im Sozialbereich und Lohnerhöhungen.

„Wir schlagen vor, den Hebesatz nicht nur um 0,4 wie ursprünglich geplant anzuheben, sondern um 1,15 Prozentpunkte“, rechnete Löb vor. Damit würde der Hebesatz, nachdem der Beitrag der 27 Mitgliedskommunen berechnet wird, von 16,7 im Jahr 2016 auf 17,8 steigen. In diesem Jahr liegt der Etat des LWL bei 3,3 Milliarden Euro.

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