Stiller Feiertag
Was an Allerheiligen verboten ist

Münsterland -

An Allerheiligen gibt es eine ganze Reihe von Sonderregelungen. Aber kein Grund zur Panik: So schlimm ist der „stille“ Feiertag gar nicht. Was erlaubt ist und was nicht:

Mittwoch, 31.10.2018, 18:00 Uhr aktualisiert: 01.11.2018, 11:40 Uhr
Stiller Feiertag: Was an Allerheiligen verboten ist
Allerheiligen ist ein christliches Hochfest, zu dem aller Heiligen gedacht wird. Oft ist damit der Brauch verbunden, die Gräber zu segnen und schmücken. Foto: Josef Thesing

Allerheiligen ist in Nordrhein-Westfalen - die Feiertagsregelungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich - nicht nur ein gewöhnlicher Feiertag, sondern ein „stiller Feiertag“. Davon gibt es im November in NRW gleich drei: Neben Allerheiligen noch den Volkstrauertag und den Totensonntag. Und das bedeutet: Es herrscht Ruhe, nicht nur in den Geschäften, sondern in der ganzen Stadt.

Die gute Nachricht vorweg: Es wird frische Brötchen geben. Die Bäcker dürfen wie an normalen Sonntagen öffnen - für fünf Stunden. Die genauen Öffnungszeiten stehen im Ermessen des jeweiligen Inhabers.

Verboten sind hingegen öffentlichen Tanzveranstaltungen so wie laute Musik in Kneipen und Discos – allerdings nur von 5 bis 18 Uhr. Um 5 Uhr muss also Schluss sein mit der Halloween-Feier. Wer länger feiern möchte oder es tagsüber nicht ohne Tanzen aushält, kann aber nach Niedersachsen oder in die Niederlande fahren. Dort ist der 1. November kein Feiertag. Übrigens: Reine Hintergrundmusik ist in Gaststätten den ganzen Tag über erlaubt.

Zwischen 5 und 18 Uhr gibt es zudem eine Reihe weiterer Verbote:

Sportveranstaltungen fallen flach. Mit den Freunden Fußball zu spielen, ist aber den ganzen Tag über gestattet.

Verboten sind in dieser Zeit auch alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz.

Filme sind unter Umständen verboten – wenn sie wegen ihres Inhalts das religiöse oder sittliche Empfinden stören könnten und keine Feiertagsfreigabe haben. Auf dem Index , der vom Institut für Freiwillige Selbstkontrolle (FSK) verwaltet wird, stehen unter anderem Horrorstreifen wie „A Nightmare On Elm Street“, aber auch Klassiker wie „Das Leben des Brian“.

Außerdem verboten: Märkte, Tage der offenen Tür,gewerbliche Ausstellungen, Glücksspiel, Volksfeste, Zirkusveranstaltungen und der Betrieb von Freizeitanlagen mit Tanz oder Artistik.

Nicht betroffen von dem Feiertagsverbot sind zum Beispiel Museen und Schwimmbäder.

Ab 18 Uhr sind Veranstaltungen zulässig, die religiöser Art oder sonst ernsten Charakters sind und dem "besonderen Wesen dieses Feiertags entsprechen", heißt es im Gesetz.

Verstöße werden als Ordnungswidrigkeiten mit einer Geldbuße geahndet.

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