Verspätungen und Ausfälle
Bei der Eurobahn läuft es nicht rund

Münsterland -

(Aktualisiert) Weil es der Eu­­robahn wieder an Zugführern mangelt, knirscht es im Netz des privaten Anbieters. Aber ein Weiter-so wie bisher soll es nun nicht mehr geben.

Freitag, 16.12.2016, 07:12 Uhr

 
 Die Eurobahn ist vom Zweckverband Schienenpersonen-Nahverkehr Münsterland mehrfach gerügt worden. Foto: Klaus Meyer

Löcher stopfen scheint die Devise: Das Un­ter­neh­men teilte jetzt mit, dass der Takt der Strecke Mönchengladbach – Venlo halbiert wird; anstatt stündlich fahren die Züge bis zum Jahresanfang nur noch im Zweistundentakt.

Das solle helfen, Kapazitäten freizuschaufeln, um damit „mehr Stabilität auf die anderen Strecken zu bringen“, sagte Eurobahn-Sprecherin Danica Dorawa auf Nachfrage. Eurobahn-Kunden der hochfrequentierten Strecke Münster – Lünen können nun darauf hoffen, dass dort der stündliche Takt auch wirklich eingehalten wird. Die eingleisige Strecke ist bekannt und berüchtigt für Verspätungen und Zugausfälle.

Neues Personal

Die Eurobahn rollt auch im Münsterland in viele Richtungen. Sie verbindet Münster mit Hamm und Hamm mit Bielefeld; dabei rollt sie durch den Kreis Warendorf. Zudem dieselt sie von Bielefeld nach Warendorf – auch auf dieser Strecke gibt es regelmäßig Probleme. Wie zum Beleg fällt am Freitagmorgen ein Zug zwischen Bielefeld und Münster aus.

Und oft wird der Personalmangel als Grund genannt. Nicht zuletzt deshalb ist das Unternehmen, das zum französischen Keolis-Konzern ge­hört, vom Auftraggeber, dem Zweckverband Schienenpersonen-Nahverkehr Münsterland, mehrfach gerügt worden.

Auf der Strecke Münster-Hamm beklagen Fahrgäste zudem seit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember  überfüllte Züge .

Ein Weiter-so wie bisher soll es nach Unternehmensangeben nun nicht mehr geben. Die Eurobahn gelobt Besserung. „Neues Personal ist da“, sei aber noch nicht ganz einsatzbereit, sagte Dorawa gestern. Spätestens mit Beginn 2017 sollen die neuen Zugführer die Züge führen. Um für die Zukunft personell besser gewappnet zu sein, will die Eu­robahn zudem verstärkt eigene Ausbildungsplätze anbieten.

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