Halle Münsterland
Eckart von Hirschhausen zeigt Zauberkunst und Zipperlein

Münster -

Er ist Zauberkünstler und Mediziner. Im Fernsehen kommen seine Shows über den Menschen und die Medizin bestens an. Jetzt war Eckart von Hirschhausen wieder mal Gast in Münster. Nicht alles, was der Mann erzählt, ist dabei umwerfend komisch. Manches gehört eher in die Kategorie „Kalauer“.

Freitag, 16.12.2016, 14:39 Uhr aktualisiert: 16.12.2016, 14:59 Uhr
Amüsanter Fachmann für medizinische Fragen:  Dr. Eckart Hirschhausen in der Halle Münsterland
Amüsanter Fachmann für medizinische Fragen:  Dr. Eckart Hirschhausen in der Halle Münsterland Foto: Wilfried Gerharz

Eckart von Hirschhausens Gehilfe am Klavier schnulzt wie einst Katja Eb­stein : „Wunder gibt es immer wieder!“ Auch die Waldkulisse auf der Bühne passt zur Welt der Wunder. Und mittendrin steht der Arzt und Entertainer – der einerseits glaubt, dass Wunder in der Medizin möglich sind, anderseits aber vor naivem Wunderglauben der Globuli-Schlucker warnt.

Ein kniffliger Spagat, der insofern Sinn macht, als Hirschhausen einst Profi-Zauberkünstler war und es bis zur deutschen Meisterschaft brachte. „Magie und Medizin haben viel gemeinsam.“ Mit dieser Botschaft füllte der erfolgreiche TV-Doktor am Donnerstag die Halle Münsterland mit 2000 Leuten, die absolut jeden Gag des „medizynischen“ Charmeurs lachend goutierten.

Eckart von Hirschhausen in der Halle Münsterland

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  • Dr. med. Eckart von Hirschhausen in der Halle Münsterland

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Foto: Wilfried Gerharz
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  • Foto: Wilfried Gerharz
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  • Foto: Wilfried Gerharz
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Das überraschte doch etwas, denn so maches Witze-Rezept war in Kalau ausgestellt worden. Wenn Hirschhausen zum Beispiel geißelt, dass wir unsere Autos pfleglicher als unsere Körper behandeln und von einem „homöopathischen“ Automechaniker erzählt: „Ein echter Auto-Didakt.“ Auch der Uralt-Trick mit der „Gurken-Guillotine“, die die Gurke köpft, aber die Hand von Zuschauerin Heike heil lässt, sah nicht nach prämiertem Zauberer aus. Die auf der Leinwand gezeigte „Blinddarm-Entfernung“ eines Zuschauers machte dagegen wirklich Laune.

Im Kern aber ist es dem leisen Spötter durchaus ernst. Er weist zwischen Zauberkunst und Zipperlein darauf hin, dass Gemüse besser als Pommes, Bewegung besser als Behäbigkeit – und Zuwarten oft besser als Operieren ist. Viele Operationen seien unnötig, würden aber durchgeführt, weil der Arzt nicht dem Patienten-Wohl folge, sondern dem BWL-Typen aus der Krankenhausverwaltung. Der mündige Patient solle hinterfragen: „Würden Sie den Eingriff auch bei sich und Ihrer Familie befürworten?“

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Rückblick: Vor drei Jahren war Hirschhausen schon einmal mit "Wunderheiler" in Münster. Bericht: hier.

Portrait: Eckart von Hirschhausen ist promovierter Arzt - heute aber bekannter als Kabarettist.

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Nach der Pause kommen in der Halle Münsterland die realen Wunder zum Zuge. Der Schelm hatte sein Publikum gebeten, sie auf Pappkarten zu schreiben. Dass er diese Alltagswunder schelmisch kommentiert, nimmt ihm dabei niemand übel. Dass er Eric Claptons „Tears in Heaven“ eindeutscht und vorträgt, vielleicht schon eher.

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