Verleihung der Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preise in Telgte
„Oscar für Krippenkünstler“

Telgte -

Mit der Verleihung der Bischof-Heinrich-Tenhumberg-Preise ging die Krippenausstellung in Telgte zu Ende. Knapp 13.000 Besucher haben sich nach Angaben von Museumsleiterin Dr. Anja Schöne ein Bild von den unterschiedlichen kreativen Möglichkeiten, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, gemacht.

Sonntag, 29.01.2017, 16:01 Uhr

Der Krippenkünstler Christian Nachtigäller aus Telgte (Mitte) wurde von Propst Dr. Michael Langenfeld (l.) sowie von Ulrich Schulze vom Bistum für seine Arbeit ausgezeichnet.
Der Krippenkünstler Christian Nachtigäller aus Telgte (Mitte) wurde von Propst Dr. Michael Langenfeld (l.) sowie von Ulrich Schulze vom Bistum für seine Arbeit ausgezeichnet. Foto: Reinker

Es sei der „Oscar für die Krippenschaffenden“, meinte Dr. Heinz Börger, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Museums, in seiner Begrüßung. Der seit 1969 verliehene Preis sei eine Motivation für junge und alte Menschen, sich mit der Geburt Jesu zu befassen.

Börger gratulierte Anja Schöne zu den Besucherzahlen. „Das ist ein sehr großer Erfolg.“ Viele Museumsbesucher hätten sowohl die Schau als auch die Umsetzung des Themas sehr positiv bewertet, betonte die Leiterin. Die Anerkennung gab sie direkt an die Künstler weiter: „Die Krippenausstellung ist immer nur so gut, wie die eingereichten Krippen.“

76. Krippenausstellung in Telgte

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  • Dr. Anja Schöne in ihrer ersten Krippenausstellung als Museumsleiterin des

    „Religio“ in Telgte.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Leo Hungerkamp aus Gescher schuf diese Krippe mit dem Titel „Vielfalt Leben – Annäherung“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Leo Hungerkamp aus Gescher schuf diese Krippe mit dem Titel „Vielfalt Leben – Annäherung“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Unter dem Stern von Bethlehem fanden sie sich zusammen“: Krippen-Rondell mit drei Szenen, geschaffen von Mitarbeitern der Stichting R. K. Erfgoed zu Leidschendam-Voorburg.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Unter dem Stern von Bethlehem fanden sie sich zusammen“: Krippen-Rondell mit drei Szenen, geschaffen von Mitarbeitern der Stichting R. K. Erfgoed zu Leidschendam-Voorburg.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Unter dem Stern von Bethlehem fanden sie sich zusammen“: Krippen-Rondell mit drei Szenen, geschaffen von Mitarbeitern der Stichting R. K. Erfgoed zu Leidschendam-Voorburg.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Leo Hungerkamp aus Gescher schuf diese Krippe mit dem Titel „Vielfalt Leben – Annäherung.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Stern über Bethlehem“: Skulptur aus Baumberger Sandstein von Stefan Lutterbeck aus Everswinkel.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Geburt Christi“: Figuren aus Bast von Christel Wimmer, Bonn.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Dr. Anja Schöne in ihrer ersten Krippenausstellung als Museumsleiterin. Der Raum wurde mit einer Gruppenarbeit der Gruppe „tx 02“ gestaltet, der das Fluchtmotiv unserer Zeit aufnimmt.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Ein Tipi für Jesus“: Gemeinschaftsarbeit von Kindern der Kinder- und Jugendhilfe St. Mauritz.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Detail eines großen Weihnachtssterns von Birgit Reinken aus Münster. Der Stern ist Teil einer Gruppenarbeit der Künstlergruppe „tx 02“.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Ursula Messner aus Nordkirchen schuf diese Krippendarstellung aus Papier.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Stern, Wegweiser zur Krippe“: Krippendarstellung von Paula Pabst aus Nottuln-Darup.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Wie ein Licht in der Nacht“: Windspiel aus gefalteten und mit Wachsmalkreide bemaltem Papier von Maria Schlüter und ihrem Enkel Karl Henri Lütkehaus.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Der Stern zeigt den Ausweg“: Die Heilige Familie in einer Fluchtsituation an einer Grenzmauer, geschaffen von Marlene Moss aus Kiel.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Rudolf Schöpper (1922-2009): Christi Geburt in einer zeitgenössischen Straßenszene.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „...unter demselben Stern“: Zeichnung mit Buntstiften von Claudia Onnebrink aus Münster.

    Foto: Wilfried Gerharz
  • Willi Witte: „Heilige Familie“, Relief aus Lindenholz

    Foto: Wilfried Gerharz
  • „Seht, der Erlöser“: Überlebensgroße Schnitzarbeit von Ernst Franz aus Unterammergau.

    Foto: Wilfried Gerharz

Den religiösen Bezug betonte Propst Dr. Michael Langenfeld in seiner Laudatio. Gott zu finden sei gar nicht immer so einfach, meinte der Geistliche. Der Stern über Bethlehem sei ein Hinweis auf ihn, „heute sind die Preisträger die Stars“. Sie wiesen darauf hin, wie Gott uns begegne, sagte Langenfeld. „Sie sind selber der Stern von Bethlehem.“

Mehr zum Thema

Eröffnung: Im Dezember 2016 war die Ausstellung eröffnet worden. Bericht: hier .

Münsteranerin: Einen Preis erhielt auch die Münsteranerin Mechthild Beyer .

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Die sechsköpfige Jury habe es nicht leicht gehabt, sich für die insgesamt zehn Preisträger zu entscheiden. Unter ihnen finden sich zwei Kindergruppen, eine Gruppe Erwachsener und sieben Einzelpersonen. Zur Übergabe der Urkunden waren sogar die zu ehrenden Krippenbauer aus Karlsruhe, Kiel und Unterammergau erschienen, der Großteil der Preisträger kommt aber aus dem Münsterland. Einer von ihnen ist der Telgter Christian Nachtigäller, dessen moderne Installation unter dem Thema „Licht in der Nacht“ Propst Dr. Michael Langenfeld für seine große Aussagekraft würdigte.

Das Motto der nächsten Krippenausstellung steht bereits fest. Es heißt „Friede auf Erden“. Musikalisch gestaltete Pianist Tobias Schößler die Feierstunde.

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