Polizei: kein fremdenfeindlicher Hintergrund
19-Jähriger gesteht Schüsse auf Asylbewerberunterkunft

Rheine/Münster -

Im Oktober sorgten Schüsse auf eine Asylbewerberunterkunft in Rheine-Eschendorf für Aufsehen. Jetzt hat die Polizei einen 19-Jährigen ermittelt, er hat bereits gestanden.

Mittwoch, 01.02.2017, 14:02 Uhr

Polizei: kein fremdenfeindlicher Hintergrund : 19-Jähriger gesteht Schüsse auf Asylbewerberunterkunft
Einschussloch in der Asylbewerberunterkunft in Rheine-Eschendorf. Foto: privat

Am 21. Oktober 2016 schreckte ein 28-jähriger Asylbewerber aus Syrien in der Nacht durch Knall-Geräusche aus dem Schlaf und entdeckte anschließend kreisrunde Löcher in Fensterscheiben seiner Wohnung in Rheine-Eschendorf. Zunächst war unklar, ob als Motiv für die Tat ein fremdenfeindlicher Hintergrund in Frage kommt. Daher übernahm der Staatsschutz der Polizei Münster die Ermittlungen.

Die Beamten vermuteten schnell, dass die Beschädigungen in der Scheibe von drei Projektilen stammen. Sofort eingeleitete Ermittlungen im Umfeld der Wohnung brachten die Kriminalisten auf die Spur einer Gruppe von heranwachsenden Männern.

Betrunken mit Luftgewehr geschossen

In den polizeilichen Vernehmungen gaben die drei jungen Männer zu, die Beschädigungen mit einem CO2-Gewehr herbeigeführt zu haben. Die Beteiligten schilderten, dass sie in der Nachbarschaft mit dem Gewehr in die Luft geschossen haben. Die Idee hierzu sei ihnen bei einem gemeinsamen Treffen mit reichlichem Alkoholkonsum gekommen.

Zuletzt schoss dann der 19-jährige Rheinenser. Die durch ihn abgegebenen Schüsse beschädigten anschließend die Fensterscheiben der Asylbewerberunterkunft.

Polizei: kein fremdenfeindlicher Hintergrund

Dies sei geschehen, „ohne dass er es beabsichtigte”, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung der Polizei Steinfurt und der Polizei Münster. Die Heranwachsenden hätten glaubhaft versichert, dass sie nicht wussten, dass es sich bei der Wohnung um eine Flüchtlingsunterkunft handele.

Die abschließenden polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass ein fremdenfeindlicher Hintergrund für die Tat auszuschließen sei. Schon in den Tagen nach der Tat hatte sich die Polizei zurückhaltend gezeigt und betont, dass es „keine akute Personengefährdung“ gegeben hätte.

Der 19-jährige Rheinenser muss sich nun wegen Sachbeschädigung verantworten.

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