Erschwerte Spurensuche am Tatort
22-Jährige in Ahaus erstochen: Tatverdächtiger wurde ermittelt

Ahaus -

Nachdem in der Nacht zu Samstag eine 22-jährige Frau auf dem Hessenweg in Ahaus erstochen wurde, gibt es nun erste Anhaltspunkte, wer der Täter sein könnte.

Sonntag, 12.02.2017, 13:02 Uhr

 
  Foto: Colourbox

Die Ermittler haben Hinweise gefunden, die einen ersten Tatverdacht auslösen. „Ein 27 jähriger Asylbewerber aus Nigeria hat in den letzten Wochen den Kontakt zur 22-jährigen Frau gesucht“; sagte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Sonntagmittag in Münster .

„Nach dem aktuellen Stand der Ermittlungen ist der Mann dringend tatverdächtig, die Frau getötet zu haben. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft Münster beim Amtsgericht Münster einen Haftbefehl wegen Totschlags beantragt.“ Der Nigerianer ist seit der Tat flüchtig, nach ihm wird gefahndet.

Vielzahl von Stichverletzungen

Die Verstorbene ist am Samstag im Institut für Rechtsmedizin der Universitätsklinik Münster obduziert worden. „Im Oberkörper und Hals wurden eine Vielzahl von Stichverletzungen festgestellt“, erläuterte der Oberstaatsanwalt. „Der erhebliche Blutverlust führte unweigerlich zum Tod der jungen Frau.“

Wie berichtet, hatten Anwohner Samstagnacht gegen 0.20 Uhr Hilferufe gehört und sahen, wie sich ein unbekannter Mann über eine am Boden liegenden Frau beugte . Der Mann flüchtete, für die junge Frau kam jede Hilfe zu spät. „Der Zeuge verständigte die Polizei und den Rettungsdienst“, erläuterte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Samstagvormittag in Münster .

In dieser Zeit habe sich der unbekannte Mann vom Tatort entfernt. Zurück blieb die schwer verletzte und blutende Frau. Sie wurde sofort von den Rettungskräften notfallmedizinisch versorgt, erlag ihren schweren Verletzungen aber im Krankenhaus. „Offensichtlich waren der Frau mehrere Messerstiche zugefügt worden“, erklärte Botzenhardt am Samstag.

Spurensuche am Tatort

„Die Staatsanwaltschaft Münster beantragt zur Klärung der Todesursache eine Obduktion.“ Zur Klärung der Tat ist eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Münster im Einsatz.

Auch auf den Hessenweg hatte sich am Samstagvormittag nach der Gewalttat eine Schneedecke gelegt. Nichts, was auf die schreckliche Gewalttat hinwies. Bis kurz vor dem einsetzenden Schneefall waren Experten von der Kriminalpolizei noch mit der Spurensicherung beschäftigt gewesen. Sie suchten weiträumig um den Tatort am Hessenweg herum nach Spuren - auch an der Schmiedegasse wurden Fotos gemacht und nach verdächtigen Gegenständen Ausschau gehalten.

In der Nacht waren die Kriminalpolizisten ab 2 Uhr am Tatort im Einsatz, die Feuerwehr Ahaus war hinzugerufen worden, um den Tatort auszuleuchten. An den Auffahrten zur Autobahn 31 waren Polizeibeamte in der Nacht im Einsatz und kontrollierten die Kennzeichen von den passierenden Fahrzeugen.

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